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Meine Stadt Steht die Gilde vorm Verkauf?
Hannover Meine Stadt Steht die Gilde vorm Verkauf?
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00:28 14.05.2015
STANDORT: DieGilde-Brauerei an der Hildesheimer Straße.Foto: Dillenberg Quelle: Uwe Dillenberg +4915122369639
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Hannover

VON ANDREAS VOIGT

hannover. Gerüchte um die Gilde-Brauerei: Offenbar steht der Mutterkonzern ABInbev davor, Hannovers ältestes Unternehmen an die Beteiligungsgesellschaft TCB zu veräußern.

Die Holding mit Sitz in Frankfurt (Oder) gehört vom Absatz her zu den acht größten Brauereigruppen Deutschlands. ABInbev-Sprecher Oliver Bartelt sagte, man sei regelmäßig in Gesprächen mit potenziellen Käufern: „Die Gilde zu veräußern, das ist ein mögliches Zukunftsszenario für den Standort Hannover.“ Auch der Gilde-Betriebsrat weiß von den Plänen.

In einem möglichen Verkauf sehen Branchenkenner einen Vorteil: „Sollte die TCB die Brauerei kaufen, dann wäre dies eher zum Vorteil für den Braustandort in der Südstadt. Die TCB würde den Gilde-Ausstoß erhöhen, davon kann man ausgehen“, so ein Insider zur NP.

Laut Thomas Bernhard, Hannover-Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, gebe es neben dem Verkauf die Option, dass die Gilde bei der ABInbev verbleibe und für die TCB dann in Lohnproduktion mit dem Gilde-Bier gehe.

Zum Portfolio der TCB gehören unter anderem die Biersorten Feldschlösschen und Dresdner Felsenkeller, es gibt auch in Frankreich einen Braustandort. 2011 wurde ein Umsatz von 249 Millionen Euro erwirtschaftet, 371 Mitarbeiter waren bei der TCB beschäftigt. Die Gilde hat derzeit 86 Angestellte. Beim Verkauf an den ABInbev-Vorgänger Interbrew 2003 wurde eine Standortgarantie bis 2022 vereinbart.

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