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Die Diskussion um den neuen Verlauf der D-Linie nimmt kein Ende.

Verkehr

Staugefahr auf der D-Linie - hier Videoumfrage

Herbstliche Nebelschwaden wallen durch Hannover, auch der Endpunkt der Diskussion um die Üstra-Line 10 ist verschwommen. Klare Zustimmung zum ursprünglichen Plan – mit Gleisen durch den Posttunnel und Abriss der Raschplatz-Hochstraße – gibts kaum noch.

Hannover. Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) bekräftigte die Überlegungen jedoch gestern. Es gebe einstimmige politische Beschlüsse, einen neuen Endpunkt am Platz der Kaufleute zu planen: „Wir haben einen klaren Auftrag.“ Der Vorschlag des SPD-Regionsabgeordneten Karlheinz Mönkeberg, zunächst zwei Jahre die sogenannte Scheelhaase-Lösung zu testen, ist für Jagau „eine erstaunliche Einzelmeinung“.

Auch Mönkeberg habe noch am Dienstag gegen einen entsprechenden Vorschlag der CDU gestimmt. Die Idee des ehemaligen Leiters des U-Bahn-Bauamtes, Klaus Scheelhaase, sieht eine Teilung der Linie 10 vor. Auf der Limmerstraße soll der Takt von jetzt 7,5 Minuten auf fünf Minuten verdichtet werden. Abwechselnd soll aus Linden eine Bahn über die vorhandene Oberflächenstrecke rollen und eine über die Humboldtstraße in den Tunnel am Waterlooplatz zum Hauptbahnhof fahren. Aus Richtung Innenstadt würde auf den jeweiligen Strecken alle zehn Minuten eine Bahn Richtung Ahlem fahren. Jagau: „Das ist eine Qualitätsverschlechterung.“

In der hannoverschen Stadtpolitik dringt Jagau mit seiner Meinung nicht mehr durch. CDU, FDP, Piraten und „Hannoveraner“ sind ohnehin gegen die Neubaupläne. Gestern stellten sich erstmals Verkehrspolitiker der SPD-Ratsfraktion öffentlich gegen die Verlängerung durch den Posttunnel und forderten stattdessen die Scheelhaase-Lösung. Wenn an der Oberfläche weniger Bahnen führen, werde die Kreuzung an der Ernst-August-Galerie entlastet und die Situation für Fußgänger verbessert. Mehr Bahnen vertrage die Kreuzung nicht, sagten Fraktionsvize Thomas Hermann und Üstra-Experte Jürgen Mineur. Mit Blick auf die Scheelhaase-Lösung sagte Hermann: „Dafür werden wir jetzt kämpfen. Das ist eine schnelle, gute Lösung ohne große Kosten.“

Auch die Grünen sind nicht mehr bedingungslos für die Verlängerung hinter dem Hauptbahnhof. Regionsverkehrsexpertin Meike Schümer betont, die Fraktion bevorzuge zwar diese Variante, mit Blick auf die SPD sagt sie jedoch: „Aber wenn das mit der Landeshautptstadt nicht zu machen sein sollte, müssten wir etwas anderes überlegen.“ Die Scheelhaase-Lösung lehne sie weiterhin ab. Der grüne Ratsherr Michael Dette sagte zu den Plänen der Region: „Es gibt bei den Anliegern scheinbar null Akzeptanz.“ wig


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