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Unfall

Staranwalt von Streifenwagen gegen Blitzer geschleudert

Staranwalt Matthias Waldraff  ist am frühen Donnerstagabend in einen heftigen Autounfall verwickelt worden. Sein BMW X3 wurde von einem Einsatzfahrzeug der Bundespolizei erwischt. Zum Glück gab es nur Leichtverletzte. Doch wurde bei dem Crash der Blitzer an der Berliner Allee, Ecke Schiffgraben von Waldraffs Wagen zerstört.

Hannover. Anwalt Matthias Waldraff (64) hatte Feierabend gemacht und war aus Richtung Aegi kommend auf dem Schiffgraben nach Hause unterwegs. An der Kreuzung Berliner Allee näherte sich um 18.55 Uhr der Polizeitransporter mit Blaulicht und Martinshorn. „Der kam von links angeschossen“, so der Anwalt. „An der Kreuzung habe ich das Blaulicht auch gesehen.“ Im Polizeibericht klingt das anders: Dort steht, der Streifenwagen habe sich vorsichtig in die Kreuzung hineingetastet.
Er habe dann seinen Wagen nach rechts gezogen, um einer Kollision auszuweichen, berichtet Waldraff. Der Fahrer des Polizeifahrzeugs habe aber ebenfalls nach rechts gelenkt und seinen BMW erwischt. „Gott-sei-dank nur hinten. Hätte der mich in der Mitte erwischt, wäre es dunkel geworden.“

Die Wucht des Aufpralls ist groß, Waldraffs Wagen dreht sich, schleudert gegen den Blitzer. Der knickt um. „Und schießt wie wild Blitze in den Himmel, ein seltsamer Anblick“, so Waldraff.

Im VW-Transporter sitzen drei Beamte. Der 48-jährige Fahrer bleibt unverletzt. Die 40-jährige Beifahrerin, ihr 37-jähriger Kollege und Waldraff werden leicht verletzt. Die Beamten hätten behauptet, sie wären weitergefahren, weil er rechts geblinkt hätte, sagt Waldraff: „Das stimmt aber nicht. Ich fahre dort seit Jahrzehnten immer nur geradeaus.“

Der Anwalt kommt vorsorglich ins Krankenhaus. Vom Henriettenstift wird er weitergeleitet ins Friederikenstift. „Weil das ein Wegeunfall war“, so der Jurist. Dort wird er gründlich untersucht. Es besteht der Verdacht auf eine kleine Hirnblutung. Der sich aber nicht bestätigt. Um 23.30 Uhr kann Waldraff die Klinik wieder verlassen.

Auf Facebook berichtet er knapp über den Vorfall. Was – da der Unfall glimpflich verlief – einiges an freundlichem Spott auslöste. Immerhin hat der ehemalige CDU-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Hannover auf diese Weise etwas Verkehrspolitik betrieben. Der Blitzer an der Berliner Allee, Ecke Schiffgraben gilt bei vielen Autofahrern als Abzockfalle – für deren Beseitigung ihm nun etliche Online-Freunde beglückwünschten.

Der Schaden des Unfalls wird von der Polizei auf insgesamt 20 000 Euro geschätzt, wobei die Blitzanlage wohl nicht enthalten sein kann. Die Stadt geht von einer kompletten Zerstörung aus. „Die Anlage muss ersetzt werden“, so Sprecher Alexis Demos. „Eine Neubeschaffung kostet rund 70 000 Euro.“ In Betrieb gehen könnte sie frühestens in drei Monaten


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