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Meine Stadt Stadtwerke: Ein neues Gesicht an der Glocksee
Hannover Meine Stadt Stadtwerke: Ein neues Gesicht an der Glocksee
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00:17 05.03.2017
UMBAU IN SICHT: Aus dem Turm im Ihme-Zentrum (x) ziehen die Stadtwerke Ende 2020 aus. Die Gebäude (x) und der Parkplatz an der Spinnereistraße (x) weichen der neuen Zentrale, der denkmalgeschützte Bereich mit dem Turm (x) bleibt.
Hannover

Nicht nur funktional, sondern modern, umweltbewusst und repräsentativ werde der neue Stammsitz sein, sagte gestern Kai-Uwe Weitz, neuer Personalvorstand des kommunalen Energieversorgers. Wie die NP berichtete, ist der Auszug aus dem Ihme-Zentrum Ende 2020 geplant. Niemand reiße sich darum, in der Betonburg unter eher schlechten Bedingungen zu arbeiten, so Weitz.

In den Neubau würden 550 der 700 Mitarbeiter aus dem Ihme-Zentrums-Tor ziehen. Die restlichen wechseln ebenfalls zur Glocksee oder aber an die Ricklinger Stammestraße. Dorthin nicht auf Dauer; Die Glocksee werde zum „Zukunftsstandort für alle“, stellt Stadtwerke-Chefin Susanna Zapreva klar.

Dem Aufsichtsrat hat Zapreva gestern über ihr erstes Geschäftsjahr berichtet. Das Ergebnis vor Steuern ist um 13,9 Prozent auf 80,2 Millionen Euro geschmolzen, der abgeführte Gewinn an die Anteilseigner sogar um 17,9 Prozent. Die Stadt kann sich auf Einnahmen in Höhe von 49,8 Millionen, die Thüga auf 10,2 Millionen Euro und die Region auf 400 000 Euro freuen.

Vom Erfolg trotz schwieriger energiepolitischer Rahmenbedingungen sollen auch die Kunden profitieren. „Wir werden weiterhin die Preise stabil halten“, verspricht Zapreva. Im Wirtschaftsplan für dieses Jahr sei keine Anhebung vorgesehen.

In den kommenden fünf Jahren wird Enercity rund 395 Millionen Euro in Kundenorientierung und erneuerbare Energien investieren. Schon 2016 gab es bei Investitionen einen kräftigen Zuwachs - 26,3 Prozent mehr auf jetzt 89,9 Millionen Euro.

Weil die Stadt wächst, steigt auch der Netzabsatz in fast allen Sparten. 3607 Gigawattstunden Strom, 1270 Gigawattstunden Fernwärme und 7996 Gigawattstunden Gas listet die Bilanz auf. Letzteres bedeutet einen Anstieg um 19,7 Prozent, eine Folge kalter Monate und verstärkten Gasverbrauchs im Kraftwerksbereich.

Im Energiehandel ist das Ergebnis sehr unterschiedlich ausgefallen. Dem Einbruch von 29 Prozent bei Strom (auf 11 027 Gigawattstunden) steht ein Anstieg um 21 Prozent bei Wärme (auf 2872 Gigawattstunden) gegenüber. „Starken Wettbewerbsdruck“ führt Zapreva als Begründung für die Stromeinbußen auf.

Neu sind nicht nur Preisprodukte (wie die Förderung energieeffizienter Elektrogeräte). Kunden können mit der digitalen Währung Bitcoin zahlen (was nur sehr wenige machen) und seit September eine Rechnungs- Online-Beratung nutzen.

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