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Meine Stadt Stadtbahn kriegt die Kurve nicht - Fahrer verletzt
Hannover Meine Stadt Stadtbahn kriegt die Kurve nicht - Fahrer verletzt
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06:16 27.07.2012
Die Stadtbahn hat die Kurve nicht bekommen und steht nach dem Unfall zum Teil neben den Gleisen. Die Feuerwehr ist im Einsatz. Quelle: May
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Hannover

Fahrer verletzt, Strecke gesperrt, Millionenschaden: Ein Silberpfeil der Üstra ist Dienstagnachmittag an der Endstation Messe/Ost in der Wendeschleife aus dem Gleis gekippt. Die Ursache blieb unklar.

Der Fahrer – der laut Üstra heute 58 Jahre alt wird – hatte gegen 13.50 Uhr seine Fahrgäste an der Endstation am ehemaligen Weltausstellungsgelände aussteigen lassen und die Bahn dann in die Wendeschleife gefahren. Kurz vor der Hälfte der Kurve sprang der erste der beiden Wagen aus den Schienen. „Er ist regelrecht aus dem Gleis gekippt“, so Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Die Spitze des Zuges habe ein Transformatorhäuschen und drei Oberleitungsmasten gerammt – einer der Masten bohrte sich in die Bahn. Der hintere Waggon schob sich dem ersten in die Flanke. „Der Fahrer hat eine Brustprellung und einen Schock – es sieht aber so aus, als sei es nichts Ernstes“, so Iwannek. Mit Seilwinden verhinderte die Feuerwehr, dass der Wagen umstürzte. Warum die Bahn entgleiste, war gestern nicht klar. Denkbar sei „ein Fremdkörper im Gleis oder menschliches Versagen“. In der engen Kurve am alten Expogelände „soll das Tempo 15 bis 20 Stundenkilometer nicht überschreiten“, so Iwannek. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Der Zug bestand aus zwei je 25 Meter langen Silberpfeilen, jeder Wagen wiegt fast 40 Tonnen. Jeder der Wagen hat Ende der 90er Jahre über eineinhalb Millionen Euro gekostet. Beim Unfall gestern ist ein Schaden im siebenstelligen Bereich nicht auszuschließen, sagen Kenner besonders mit Blick auf den ersten Wagen. Nach Schadenshöhe dürfte es sich um den schwersten Unfall bei der Üstra seit 2005 handeln, damals waren am Pferdeturm zwei Bahnen frontal kollidiert.

Die Stadtbahnlinie 6 fuhr bis zum Betriebsschluss nur bis zur Station Kronsberg. Von dort bis zum Endpunkt pendelten Ersatzbusse. Heute sollen die Bahnen wieder bis zur Endstation fahren.

Den hinteren Wagen konnte die Feuerwehr mit einem Kran wieder auf die Gleise heben. „Der vordere ist offenbar so schwer beschädigt, dass wir ihn mit einem Tieflader abtransportieren müssen“, sagte der Üstra-Sprecher. Es werde bis zum Wochenende dauern, bis die Oberleitung in der Wendeschleife repariert sei. Sie würden provisorisch vom Netz getrennt, um sie ausbessern zu können. Die Bahnen sollen bis dahin über Weichen an der Endstation verkehren. Die  Feuerwehr war mit 40 Beamten und 14 Fahrzeugen im Einsatz.

(Britta Mahrholz, Dirk Altwig)

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