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Meine Stadt Stadt unter Druck: Wohin mit den Flüchtlingen?
Hannover Meine Stadt Stadt unter Druck: Wohin mit den Flüchtlingen?
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00:21 21.06.2015
Flüchtlingsunterkünfte in der Petit-Coronne-Straße. Foto: Heusel
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VON VERA KÖNIG

Hannover.  Häuser werden angemietet, Gewerbeflächen genutzt – sogar die Möglichkeit, Neuankömmlinge in Hallen der  Messe unterzubringen, sei „geprüft worden“, so die Verwaltung. Doch die Messe lehnte ab. Begründung: Eigenbedarf.

Den melden zwar auch Hannovers Sportvereine an, aber trotzdem müssen, bis alle Modulanlagen im Stadtgebiet stehen, weiter Schulturnhallen herangezogen werden – heute die in der Grundschule Kastanienhof in Limmer.

Das Flüchtlingsproblem und die finanziellen Folgen machen den Kommunen schwer zu schaffen. Hannover hatte deswegen einen Nachtragshaushalt in Höhe von 65 Millionen Euro aufstellen müssen. Im kommenden Jahr wird eine ähnliche Neubelastung erwartet.

Mit ein Grund, warum es heute wieder einen Krisengipfel mit den Ministerpräsidenten im Kanzleramt geben wird. Schon gestern sickerte durch: Asylverfahren sollen auf maximal drei Monate begrenzt und Abschiebungsentscheidungen durch die Verwaltungsgerichte künftig in höchstens 14 Tagen erledigt werden.

Die vom Bund versprochene Entlastung macht für Hannover gerade mal fünf Millionen Euro aus. „Problem erkannt – aber lange nicht gelöst“, findet OB Stefan Schostok, „Unterkunft und Wohnen, Sprache, Kitaplätze, Schule, Ausbildung, Arbeitsplätze – alles Themen, an denen dringend weiter gearbeitet werden sollte.“

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