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Meine Stadt Stadt räumt auf mit Müll
Hannover Meine Stadt Stadt räumt auf mit Müll
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00:24 02.06.2018
HÄUFIGER ANBLICK: Die Mülleimer am Ihme-Ufer quillen über. Quelle: Foto: Villegas
Hannover

Illegal entsorgter Müll, überquellende Abfalleimer, Partyüberreste in den Parks, Zigarettenkippen auf dem Pflaster – viele Bürger sind genervt über zu viel Schmutz in der Stadt. Jetzt hat die Verwaltung ihr Konzept dagegen vorgestellt: Für mehr als eine Million Euro soll die City sauber werden. Den Großteil des Geldes muss der Gebührenzahler tragen.

Im Finanzausschuss hat Stadtkämmerer Axel von der Ohe die Ideen genannt. 270 000 Euro wird allein der Einsatz der Kehrmaschinen am Nachmittag kosten. Mit einem E-Bike und dem Anhänger dazu sollen zwei Mitarbeiter in der Innenstadt Müll beseitigen. Das kostet 160 000 Euro. Außerdem sind geplant: mehr Sonderreinigungen, zusätzliche Dienste an den Wochenenden für zwei Teams und die Beseitigung von Wildkraut. Allein das schlägt mit 300 000 Euro zu Buche.

Von der Ohe will die Zahl der Abfallfahnder von fünf auf neun aufstocken. Ziel ist, illegal entsorgten Müll innerhalb eines Tages zu entsorgen. Schon jetzt zahlt die Stadtverwaltung 350 000 Euro für die Abfallfahnder und 850 000 Euro für schnelle Einsatzteams. Zusätzliches Personal würde – geregelt über einen Kopperationsvertrag – beim Abfallwirtschaftsbetriebe aha eingestellt.

Die Ratspolitik ist von dem Konzept angetan. Ursprünglich hätte es zeitgleich mit den Vorschlägen für mehr Sicherheit umgesetzt werden sollen – aber dann war das nicht zu schaffen. Trotz der positiven Rückmeldungen aller Fraktionen im Ausschuss hat der den ersten Beschluss darüber vertagt. Der Rat soll möglichst noch vor der Sommerpause zustimmen.

Der Stadtkämmerer kündigte zudem einen härteren Kurs gegen Müll an. Die Stadt werde mehr Bußgelder verhängen. Dennoch ist die saubere City erstmal mit höheren Kosten für Gebührenzahler verbunden. Auf sie würden 730 000 Euro entfallen – für den zusätzlichen Kehrmaschineneinsatz, Sonderreinigungen, das E-Bike-Team und den Kampf gegen Wildkräuter.

Die Verwaltung argumentiert, der Einsatz sei die Mehrausgabe wert. Denn eine saubere City trage wesentlich zur Lebensqualität bei.

Von Vera König

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