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PROBLEMBAUSTELLE: Das Projekt „Am Hohen Ufer“  wir diesen Sommer nicht mehr fertig.

PROBLEMBAUSTELLE: Das Projekt „Am Hohen Ufer“ wir diesen Sommer nicht mehr fertig.
© Heusel

BAUPROJEKT HANNOVER-ALTSTADT

Stadt Hannover will Helma für Verzögerung zur Kasse bitten

Am Ufer der Leine in Hannovers-Altstadt entstehen zwei Wohngebäude – eines davon mit Restaurant knapp über dem Wasser. Das Projekt sollte längst fertig sein. Doch Bauträger Helma ist stark in Verzug – und weist einen Teil der Verantwortung auch dem Baustadtrat zu, der dem Unternehmen den Mehraufwand berechnen will, weil die Uferpromenade noch nicht fertiggestellt werden konnte..

Hannover. Nichts als Ärger mit dem Neubauprojekt zwischen Volkshochschule und Historischem Museum am Leineufer: Auch der August 2017 als Fertigstellungstermin für zwei Wohn- und Geschäftshäuser samt der Gastronomieeinheit „Stadtmauer“ ist nicht zu halten. Es scheint gar die Fertigstellung in diesem Jahr fraglich – und jetzt macht auch die Stadt Hannover Druck: Sie will dem Bauunternehmen Helma aus Lehrte eine Rechnung für die Kosten der Verzögerung präsentieren, weil sie die Leineufer-Promenade „Am Hohen Ufer“ nicht wie geplant fertigstellen kann.

Die Promenade und der Platz an der Burgstraße über der Tiefgarage hätten im Frühjahr 2016 fertiggestellt sein sollen, so sei das abgestimmt gewesen, erklärt Pressesprecher Dennis für die Stadt. Da der Hochbau – von dem die anderen Arbeiten abhingen – nicht wie erhofft vorangekommen sei, sei das immer wieder angepasst worden. Derzeit geht die Stadt „von einer Fertigstellung der Promenade bis Mitte November“ aus. Helma sei mehrfach aufgefordert worden, einen verbindlichen Zeitplan vorzulegen. Dix ergänzt: „Die durch die Verzögerungen bei den städtischen Baumaßnahmen bisher entstandenen Mehraufwendungen stellt die Stadt dem privaten Bauherrn in Rechnung.“ Anlass: Für die Stadt tätige Baufirmen stellten bei längeren Bauzeiten, Bauerschwernissen, Planungsänderungen und Bauunterbrechungen oft höhere Rechnungen, machten Mehraufwand geltend – den will die Stadt nun an Helma weiterreichen.

Grund der Misere laut Thomas Harms, Marketing-Chef von Bauträger Helma: „zum größten Teil“ schlampig arbeitende Architekten – und für deren Auswahl aus einem Wettbewerb könne man nicht die Verantwortung übernehmen: „Neben Helma und anderen war ein maßgeblicher Teilnehmer der den Gewinner dieses Wettbewerbs bestimmenden Jury der Stadtbaurat Uwe Bodemann.“ Das (inzwischen behobene) Architektenproblem habe zu „unkalkulierbaren Verzögerungen“ geführt – was nun „der Vergangenheit angehören“ soll: Man plane „unter den gegebenen Voraussetzungen“ die Fertigstellung zum Jahresende. Harms bestätigt zudem NP-Infos, wonach es „sehr wahrscheinlich“ ist, dass Helma beide Gebäude nun komplett von Gerüst und viel Baustellenmaterial befreien muss, damit die Pflasterarbeiten rundum starten können – danach muss erneut eingerüstet werden. Nicht das einzige Problem, munkeln Bauarbeiter – und zweifeln, dass das Projekt noch 2017 fertig wird: „Da ist überall der Wurm drin“, heißt es.

Verzögerung & Ursachen

Die Umsetzung des Neubauprojekts „Am Hohen Ufer“ in Hannover lief von Beginn an nicht rund: Archäologische Funde und Streit um eine Wasserleitung (die wohl in den Plänen nicht eingezeichnet war) hatten schon den Baubeginn 2013 verzögert. Ursprünglich sollte Ende 2014 alles fertig sein, dann Mitte 2016:

Im November 2015 hieß es von der Betreiberfamilie Özgör („Hugos“, „6 Sinne“) des künftigen integrierten Restaurants „Stadtmauer“, die Inneneinrichtung werde schon produziert, die Suche nach 50 bis 60 Mitarbeitern laufe – Eröffnungstermin Mai/Juni 2016!

Als dieser Termin nicht zu halten war, hieß es vergangenen Sommer von Helma: im Winter 2016/17.

Anfang 2017 dann verwies Helma auf Probleme mit dem ursprünglichen Architekturbüro – daher habe am bereits im Sommer 2016 umorganisiert, doch die Folgen zeigten sich „bis heute in den Abläufen und Detailumsetzungen des Projektes“. Spätestens im August 2017 sollte nun alles bezugsfertig sein.

Von Ralph Hübner


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