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Meine Stadt Stadt Hannover kassiert mehr Steuern
Hannover Meine Stadt Stadt Hannover kassiert mehr Steuern
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21:00 15.07.2010
Die Stadt Hannover muss weniger Schulden aufnehmen - die Steuereinnahmen entwickelten sich besser als erwartet.
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Von Dirk Altwig

Hannover. 160 Millionen Euro Verlust hatte die Stadt eigentlich erwartet. „Nach derzeitigem Stand dürften wir unter 100 Millionen Euro Defizit haben“, sagte gestern die Leiterin des Fachbereichs Finanzen, Annette Roling. Mitte August könne eine genauere Voraussage errechnet werden.

Hauptgrund für die Verbesserung ist eine „erfreuliche Entwicklung“ bei der Gewerbesteuer, so Roling. 350 Millionen hat die Stadt für 2010 veranschlagt, im Moment zeichnet sich aber eine Summe von 474 Millionen Euro ab. Allerdings könne es noch Rückforderungen von Firmen geben. Roling erläutert den möglichen Anstieg in den Nachwehen der Wirtschaftskrise so: „Wir haben von Unternehmen die Rückmeldung bekommen, dass sie sich sehr schnell wieder erholen.“

Bei Ausgaben für den laufenden Betrieb der Verwaltung steht die Stadt ebenfalls besser da als erwartet. „Wir haben eisenhart gespart“, sagt die Finanzexpertin. 131 Millionen Euro Kosten sind im ersten Halbjahr entstanden, 15 Millionen weniger als im Vorjahr. Rechnerisch waren fürs erste Halbjahr 2010 Ausgaben von 163,5 Millionen Euro veranschlagt.

Ihre täglichen Geschäfte kann die Stadt trotzdem nur mit Hilfe kurzfristiger Kredite aufrechterhalten – quasi mit überzogenem Girokonto. Pro Monat nimmt sie dafür rund 215 Millionen Euro sogenannte Kassenkredite auf – im April waren es sogar 260 Millionen. Der Juni war mit 190 Millionen Euro der bislang günstigste Monat. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte die Summe zwischen 87 und 294 Millionen gelegen.

Derzeit profitiert die Stadt allerdings von niedrigen Zinsen – für die Kassenkredite muss die Landeshauptstadt lediglich 0,4 Prozent zahlen. Für Kreditzinsen – inklusive langfristiger Darlehen – waren ursprünglich 49 Millionen Euro veranschlagt, nach dem ersten halben Jahr sind jedoch erst 19 Millionen aufgelaufen.

Trotz der positiven Entwicklung mahnt Roling weiteres Sparen an: „Abgerechnet wird am Ende des Jahres – und solange wir ein Defizit haben, gibts keinen Grund zur Entwarnung.“

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