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Warnschild: Asbest

Warnschild: Asbest

Schadstoffe in Schulen

Stadt Hannover fürchtet Asbest in Gebäuden

Bohren in öffentlichen Gebäuden nur noch mit Schutzausrüstung: Die Stadt Hannover schult Handwerker für den Umgang mit asbesthaltigen Wänden. Der Großteil der Gebäude, wie beispielsweise Schulen, sind betroffen.

Hannover. Mal eben schnell ein Loch in die Wand gebohrt? Ein Bild oder eine neue Garderobe aufgehängt? An vielen Schulen und weiteren öffentlichen Gebäuden in Hannover ist das nicht mehr möglich. Die Stadt fürchtet giftigen Asbest.

Wie die Verwaltung zu­letzt auf Anfrage der CDU im Wirtschaftsausschuss be­richtete, sind Bauten betroffen, die in den Jahren 1960 bis 1992 errichtet oder um­gebaut wurden. In diesem Zeitraum wurden Putz und Spachtelmassen verwendet, denen Asbestfasern zugemischt wurden, um die Haltbarkeit zu verbessern.

Asbest kann jetzt besser nachgewiesen werden

Lange ließen sich die As­bestfasern nicht nachweisen, weil sie in sehr geringer Konzentration verwendet wurden. Dank neuer Methoden ist das allerdings möglich. Die Stadt sah sich ge­zwungen zu handeln.

Sie verhängte zunächst für sämtliche vor 1993 er­richteten Gebäude ein Eingriffsverbot. „Wir wollten die größtmögliche Sicherheit bieten“, berichtete Jörg Gronemann vom städtischen Gebäudemanagement.

Sicherheit der Handwerker steht im Vordergrund

Es gehe „vor allem um den Arbeitsschutz von Handwerkern“, so Gronemann. Denn Gefahr besteht nur, wenn die Fasern zum Beispiel beim Bohren gelöst und in der Luft verteilt werden.

Deshalb darf das nur noch mit spezieller Schutzausrüstung und nach einer zweitägigen Schulung geschehen, die die Handwerker der Stadt mit einer Prüfung abschließen müssen. Zudem müssen beim Bohren auch Absaugeeinrichtungen verwendet werden.

„Die erste Charge eigener Handwerker ist bereits ge­schult worden“, sagte Gronemann. Ob allerdings auch wirklich alle Hausmeister an Schulen den Sachkundenachweis benötigen, steht noch nicht fest. Laut Gebäudemanagement gibt es be­reits Arbeitsgruppen dazu mit der Schulverwaltung. Möglich, dass nur einige die Prüfung ablegen und dann auch Bohrarbeiten an Schulen übernehmen, wo die Kollegen nicht geschult sind.

Grundsatz: Jede Wand kann Asbest enthalten

Grundsätzlich geht die Stadt künftig bei jeder Wand so vor, als seien darin auch Asbestfasern enthalten. „Das ist einfacher, als in jedem Fall zu untersuchen, ob darin auch wirklich As­best enthalten ist“, erklärte Gronemann. Denn oft sei Spachtelmasse auch für sehr kleine Flächen verwendet worden. Es sei so gut wie unmöglich, diese überall ausfindig zu machen.

Von Christian Bohnenkamp


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