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Meine Stadt Sport: Darf Training künftig lauter sein?
Hannover Meine Stadt Sport: Darf Training künftig lauter sein?
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09:30 09.11.2016
NICHT DIE NACHBARN STÖREN: Für Sportplätze gelten derzeit strengere Regeln als für Spielplätze. Quelle: Uwe Anspach
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Hannover

Am Donnerstag tagt die Sportministerkonferenz mit den Ressortchefs aus den Bundesländern. Sie wollen beim Bund Druck machen, der müsse die rechtliche Lage für Sportplätze verbessern, sagte Pistorius. Die „Sportanlagenlärmschutzverordnung“ müsse angepasst werden.

Baugebiete seien in den vergangenen Jahren immer näher an die Plätze herangerückt, die neuen Anwohner fühlten sich dann vom bestehenden Sportplatz gestört. „Sportanlagen gehören in die Städte“, betonte der Minister. Es könne doch nicht sein, dass sich Kinder umständlich auf den Weg in Gewerbegebiete machen müssten, um Sport zu treiben. Der Bestandschutz für alte Anlagen müsse vom Bund verbessert werden. Nur weil bei einem bestehenden Platz beispielsweise von Rasen auf Kunstrasen umgestellt werde, dürfe der Status als „Altanlage“ nicht verlorengehen, forderte der Minister.

Die Sportminister verlangen, dass der Bund die Grenzwerte für den sogenannten „Sportlärm“ heraufsetzt, damit die Vereine mehr Rechtssicherheit bekommen.

Überlegungen des Bundesumweltministeriums sähen vor, den Tagesgrenzwert von 50 Dezibel auf 55 Dezibel heraufsetzen, sagte Vera Wucherpfennig, Referatsleiterin Sport im Innenministerium. Der Bund habe das schon lange angekündigt, es geschehe aber nichts, bedauerte Pistorius.

Durch die Anhebung könnten wesentlich mehr Sportler zur selben Zeit trainieren. „1000 ausfallende Trainingsstunden“ könnten so vermieden werden, sagte Pistorius.

Streit zwischen Anwohnern und Vereinen geht immer wieder durch die Presse - aktuell zum Beispiel der Konflikt um den Hamburger Sportverein Teutonia. Der Club in Ottensen hatte seinen Aschenplatz durch Kunstrasen ersetzt. Nach Beschwerden aus der Nachbarschaft musste der Trainingsbetrieb eingeschränkt werden.

In Hannover konnte im Sommer ein Streit um die Nutzung von Sportplätzen der Elsa-Brändström-Schule (Südstadt) zwischen Anwohnern und dem VfL Eintracht gelöst werden. Das Verwaltungsgericht hatte extra im Garten eines Anliegers getagt. Schließlich gab es einen Kompromiss: Unter anderem sind nur noch Training und keine Wettkämpfe erlaubt. Schiedsrichter und Trainer dürfen keine Pfeife mehr benutzen. Eintracht-Chef Rolf Jägersberg kommentierte das Ende des Konflikts so: „Der Kompromiss kommt acht Jahre zu spät. Mir sind inzwischen einige Volleyballer und Fußballer weggelaufen.“

Innenminister Pistorius machte gestern außerdem noch auf Ungereimtheiten bei den geltenden Lärmschutzvorschriften aufmerksam: „Kinder auf dem Spielplatz dürfen lauter sein als Kinder auf dem Sportplatz. Das kann ja nicht sein, dass man den Sport so einschränkt.“

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