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Meine Stadt Spielen ohne Stolpern in virtueller Realität
Hannover Meine Stadt Spielen ohne Stolpern in virtueller Realität
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18:09 08.05.2017
Oleg Bogdan zeigt, wie das Kabelführungssystem der hannoverschen Firma NTP Spiele in künstlichen Welten (mit VR-Brille und Handcontrollern) erleichtert. Quelle: Dröse
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Hannover

Manchmal kommt es vor, dass sich die profane Realität in der virtuellen Welt breitmacht. Etwa, wenn ein Gamer mit einer VR-Brille (Virtual-Reality) auf Monsterjagd ist – und sich währenddessen das Kabel für seine Brille im Blindflug um die Beine wickelt. Dafür muss es doch eine Lösung geben, dachte man sich bei der hannoverschen Firma NTB und entwickelte das Kabelführungssystem VReeDance. Am Stand von Hannover Impuls (Halle 16, Stand H03) präsentiert NTB auf der Messe seine Erfindung – wie weitere junge Gründer aus Hannover, die sich mit dem Thema Virtual Reality auseinandergesetzt haben.

Bei VReeDance lernt man schnell, sich in der virtuellen Welt zu bewegen – ganz ohne Stolperfalle. Denn das Kabel für die VR-Brille wird über ein Rollensystem und eine Angel über den Kopf geführt. Verwicklungen mit der Kabelverbindung sind auf diese Weise ausgeschlossen, Beine und Hände haben immer freien Spielraum, wie Mitarbeiter Oleg Bogdan vorführt.

An professionelle Produkt-Designer wendet sich das Startup Flying Shapes: Gründer Tomke Ellerhoff (26), selbst Produktdesigner, hatte die Idee, seine Mitgründer Jonas Kunze und Johannes Mattmann übernahmen die Programmierung. Flying Shapes will es seinen Kunden ermöglichen, dreidimensionale Gegenstände per Controller auch in 3-D zu modellieren und über einen 3-D-Drucker auszudrucken – somit entfallen übliche Design-Prozesse wie eine Zeichnung anzufertigen und diese dann händisch als Modell nachzubauen. „Diese Schritte sind sehr zeitaufwendig und können mit Flying Shapes übersprungen werden“, so Ellerhoff. „Unsere Anwendung hat die Kraft, den Designprozess komplett zu verändern.“ Flying Shapes gibt es erst seit ein paar Monaten, die auf der Messe gezeigte Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen. „Wir hoffen, dass wir Anfang 2018 ein fertiges Produkt haben, das sich verkaufen lässt“, sagt Ellerhoff.

In der virtuellen Welt bewegen sich auch Florian Wenk (25) und Maximilian Friedrich (24). Mit ihren Mitgründern Dennis Dohmeier (24) und Hinrich Hobbensiefken (23) haben sie Visionme erfunden. Ihre Software ermöglicht verschiedene Anwendungen – etwa die virtuelle Darstellung und Einrichtung von Messeständen. So haben sie schon für den Messebauer Holtmann gearbeitet – und in seinem Auftrag in der virtuellen Realität das Original des 1937 zerstörten „Kabinett des Abstrakten“ des Künstlers El Lissitzky wieder auferstehen lassen.

Auch Datenanalyse bietet Visionme: So können Testbesucher über einen virtuellen Messestand laufen – anschließend wertet die Software aus, wo die Besucher am häufigsten hingeschaut haben, wo sie entlanggegangen sind, welche Bereiche sie mieden. Visionme gibt es seit neun Monaten, die Startup-Unternehmer bewerben sich jetzt um ein Existenzgründer-Stipendium.

Von Inken Hägermann

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