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Im Volksbad Limmer ließ es sich auch am Dienstag aushalten.© dpa

Wetter

Sonne, Hitzefrei, Waldbrandgefahr

So muss der Spätsommer sein: heiß, sonnig und damit alles in allem unerwartet. Schon kündigen die Wetterfrösche zwar den Umschwung an. Aber noch brennt die Sonne - und in einigen Gegenden zeigt sich, dass es auch Schattenseiten des Sommerwetters gibt.

Hannover. Planschen im Freibad, gemütlich am Seeufer träumen oder draußen mit Freunden grillen: Was der Sommer nur zeitweise zuließ, macht der warme Spätsommer möglich. Das hilft den Freibädern, ihre bislang eher mageren Besucherbilanzen zumindest ein wenig aufzupolieren. Aber es gibt auch negative Seiten des heißen und trockenen Wetters, das laut Prognosen zumindest bis Donnerstag anhalten soll. Die Wasserstände der Stauseen fallen rapide und die Waldbrandgefahr wächst. An einigen Orten ist bereits die höchste Warnstufe 5 erreicht.

REKORDTEMPERATUREN: So warm war es im September noch nie in Braunschweig und Bückeburg: Sowohl im Westen als auch im Osten Niedersachsens wurden am Dienstag Rekordtemperaturen für den ersten Herbstmonat gemessen. Dort war es je 33,0 Grad warm, sagte Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst. Ein Gesamtüberblick über die heißesten Orte des Landes wurde beim Wetterdienst erst für den Abend erwartet. "Es sieht schon danach aus, als ob wir heute einen neuen Septemberrekord für Niedersachsen bekommen könnten", sagte die Expertin.

FREIBÄDER: Die hohen Temperaturen lassen die Besucherzahlen der Freibäder in Niedersachsen und Bremen noch einmal nach oben gehen. Einzelne Bäder verlängern die Saison bis Ende der Woche, in Osnabrück bleibt das Außenareal des Nettebads eine Woche länger geöffnet. Derzeit kämen täglich bis zu 2500 Schwimmer, sagte Sprecherin Ann-Katrin Naumceski. "Die retten uns ein bisschen die komplett verhagelten Tage." An Spitzenwerte von bis zu 5000 Besucher täglich sei aber nicht mehr zu denken. Die Sprecherin der Bremer Bäder, Laura Schmitt, sagte, nachts kühle das Wasser stark ab. Daher werde am Freitag definitiv Schluss sein. In Braunschweig sei der Andrang so groß, dass das Freibad Bürgerpark gar nicht schließen könne, sagte eine Sprecherin.

WALDBRANDGEFAHR: Das heiße und trockene Wetter hat die Waldbrandgefahr in Niedersachsen erneut steigen lassen. So erreichten die Werte in Celle und Bergen die höchste Warnstufe 5, teilten die Landesforsten mit und verwiesen dabei auf den Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Schon am Mittwoch könnte demnach auch in Faßberg, Nienburg und Wittingen-Vorhop die Stufe 5 erreicht werden. Besonders in den lichten Kiefernwäldern im Nordosten sei die Waldbrandgefahr hoch.

HITZEFREI: Selbstverständlich ist das im September wohl kaum - dennoch haben einige Schulen ihren Schülern am Dienstagmittag Hitzefrei gegeben. In Wedemark bei Hannover schickten das Gymnasium, die IGS, die Real- sowie die Hauptschule die Schüler spätestens nach der fünften Stunde nach Hause. Auch in Hannover reagierten mehrere Schulen auf die hohen Temperaturen. "Das ist erstmalig, dass wir im Herbst Hitzefrei geben", sagte die Schulleiterin des Gymnasiums in Wedemark, Swantje Klapper. Die Lüftung habe nicht mehr ausgereicht, sagte die Schulleiterin, nachdem sie sich vormittags einen Eindruck in den Klassen der jüngeren Schüler verschafft hatte. Die Oberstufe musste jedoch weiter büffeln.

TALSPERREN: Die Trockenheit im Harz lässt die Wasserstände der Stauseen weiter sinken. Die sechs großen Seen in den Landkreisen Goslar und Osterode enthalten nach Angaben der Harzwasserwerke zusammen nur noch gut 79 Millionen Kubikmeter Wasser. Das entspreche einem durchschnittlichen Füllungsgrad von rund 44 Prozent, sagte Sprecher Robert Schellhase. Weil es auch in den Hochlagen seit Monaten zu wenig regnet, beträgt der Zulauf in die Stauseen von Oder, Söse, Ecker, Oker, Grane und Innerste derzeit nur noch gut 2000 Kubikmeter pro Stunde. Gleichzeitig geben die Talsperren rund 15 000 Kubikmeter Wasser ab. Hinzu komme wegen der hohen Temperaturen eine vergleichsweise starke Verdunstung. Die Versorgung der Bevölkerung mit Frischwasser sei nicht gefährdet. dpa


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