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Meine Stadt So zockt 1&1 in Hannover Freenet-Kunden ab
Hannover Meine Stadt So zockt 1&1 in Hannover Freenet-Kunden ab
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19:36 04.12.2009
Der Anschluss von Günther Balz ist seit mehreren Tagen tot. Quelle: Behrens
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VON THOMAS NAGEL

Hannover. Und das, obwohl der schwerkranke Senior sich nichts hat zu Schulden kommen lassen. Das Problem: 1&1 hat die Firma „Freenet“ übernommen. Auch wenn dem Alt-Kunden in einem Schreiben garantiert wird, dass sich „im Prinzip nichts“ ändere, ist er seit Dienstag ohne Telefon.

Auf Nachfrage erfuhr der 81-Jährige: Man könne das „System nicht umstellen“, er müsse ein neues System kaufen. „Ich sollte für die Umstellung 90 Euro bezahlen. Und auch noch ein neues DSL-Paket mit Computeranschluss kaufen“, empört sich der Rentner. Dabei will er nur telefonieren und nicht im Internet surfen.

1&1 stellte den Vorgang als „Einzelfall“ dar. Pressesprecherin Svenja Kohlhaas: „Uns sind solche Störungen nicht bekannt.“ Es sei nicht vorgesehen, dass Anschlüsse gesperrt würden und man eine Gebühr verlange. Der NP schrieb sie per E-Mail: „Somit werden wir aus Kulanz einen Techniker (...) beauftragen, der die Einstellung über einen Laptop für Herrn Balz vornimmt. Die Kosten des Drittanbieters (...) werden wir aus Kulanz tragen.“ Zudem werde Herrn Balz eine Grundgebühr-Befreiung in der nächsten Rechnung hinterlegt. Kuriosum am Rande: Man habe den Kunden per E-Mail informiert. Aber, so die Pressesprecherin : „Bedauerlicherweise besitzt Herr Balz keinen PC und nutzt ausschließlich nur die ‚Phoneflat‘ in seinem Vertrag.“ Und gestern Abend verfügte Günther Balz immer noch nicht über seinen Telefonanschluss.

Bei der Verbraucher-Zentrale Niedersachsen (VZN) ist man empört: „Solche Methoden erinnern an Raubrittertum. Leider sind uns ähnliche Fälle gerade aus Osnabrück gemeldet worden. Das kocht jetzt richtig hoch“, sagt Sprecherin Gabriele Peters. Die VZN hat einen Musterbrief vorbereitet. Betroffene haben ein außerordentliches Kündigungsrecht. Denn es liege keine Willenserklärung vor, bei 1&1 Kunde zu werden. Und die Stilllegung des Anschlusses sei auch Grund für eine außerordentliche Kündigung.

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