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DIE GLEISE LIEGEN SCHON: Am Raschplatz wird künftig der neue Endhaltepunkt der Linien 10 und 17 sein. Dort wird es deshalb eine Kehranlage geben. Der Hochbahnsteig und ein Häuschen für die Fahrer müssen noch errichtet werden.

DIE GLEISE LIEGEN SCHON: Am Raschplatz wird künftig der neue Endhaltepunkt der Linien 10 und 17 sein. Dort wird es deshalb eine Kehranlage geben. Der Hochbahnsteig und ein Häuschen für die Fahrer müssen noch errichtet werden.

Bau

So weit ist die D-Linie schon

Himmelfahrt wird die Üstra zum letzten Mal überirdisch am Aegi halten. Ab September fährt die Bahn dann zum Raschplatz. Hier gibt es den aktuellen Stand.

Hannover.  Am Himmelfahrtstag ist Abschied angesagt. Zum letzten Mal wird dann eine Bahn der Üstra oberirdisch den Aegidientorplatz anfahren. Sogar ein bisschen gefeiert werden soll das, mit einer Parade. Danach wird der Streckenarm abgeklemmt. Nach einer langen Vollsperrung sollen die Bahnen ab dem 18. September den neuen Endpunkt am Raschplatz ansteuern. Dort sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten.

Die Gleise liegen bereits. Ein Toilettenhäuschen für die Fahrer der Üstra-Bahnen muss noch errichtet werden. Ein großer Teil der Arbeiten hat ohnehin schon im Untergrund stattgefunden. Entlang des Streckenabschnitts, der umgebaut wird – zwischen Goethekreisel und Raschplatz – verlaufen unzählige wichtige Kanäle. Für Abwasser, Kabel der Telekom, Gas- und Stromleitungen der Stadtwerke. Das macht es kompliziert – und bringt immer wieder neue Überraschungen mit sich.

Eigentlich sollten viele der Leitungen einfach – ohne Straßen aufzureißen – durch den Erdboden gepresst werden. Alte Kanäle aus Naturstein, die niemand auf dem Zettel hatte, machten das aber unmöglich. Sie ließen sich nicht durchbohren. „Es gibt viele Unwägbarkeiten. Und zaubern können wir nicht“, sagt Jürgen Wendt, der auf der Baustelle die Infra vertritt, der die Gleise der Üstra gehören.

Aber so gut wie möglich vorbereitet sein wollen die Verantwortlichen. „Wir erarbeiten wochengenaue Pläne für das gesamte Jahr. Weil die Verflechtungen so eng sind, können wir uns keine Verzögerungen erlauben“, erklärt Wendt.

Schritt für Schritt frisst sich die Baustelle durch Hannovers Innenstadt. In der Kurt-Schumacher-Straße sind die Arbeiten schon so gut wie abgeschlossen. Dort müssen noch die Aufbauten für den neuen Hochbahnsteig Rosenstraße errichtet werden.

Am Steintor gehen die Arbeiten aber erst richtig los. In der sechzehn Wochen langen Sperrpause über den Sommer müssen dort zwei wohnzimmergroße Schächte für die Stadtentwässerung ausgehoben werden, außerdem die Löcher für den Aufzug und die Treppe der neuen Steintorstation gegraben werden. Anschließend werden die Gleise neu verlegt.

Infra-Chef Stefan Harcke weiß, dass das mit großen Einschränkungen für die Bürger verbunden ist – zumal nicht nur die Bahnen der Linien 10 und 17 dann lange nicht mehr oberirdisch rollen können, sondern auch der Autoverkehr immer wieder ausgesperrt werden muss. „Durch die lange Vollsperrung, in der wir konzentrierter arbeiten können, werden die Belastungen insgesamt geringer sein“, versichert er.

Auch glaubt Harcke, dass sich der jahrelange Aufwand der Riesenbaustelle in der City für Hannover lohnen wird. Nicht nur, weil mehrere Hochbahnsteige barrierefrei werden. „Wir werden gerade am Steintor und am Hauptbahnhof deutlich bessere Umsteigemöglichkeiten haben. Dadurch verringern sich die Reisezeiten“, sagt Harcke. Zudem werde der Straßenraum entlang der Strecke aufgewertet.

Die Kosten für den Umbau der D-Linie liegen bei knapp 50 Millionen Euro. Derzeit sei man „im Plan“, teilte die Infra Mittwoch mit.

Von C. Bohnenkamp


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