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Meine Stadt So soll die Bürgerbeteiligung an Hannovers Steintor laufen
Hannover Meine Stadt So soll die Bürgerbeteiligung an Hannovers Steintor laufen
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15:06 02.03.2018
Kein Schmuckstück: Der Steintorplatz. Bei der Umgestaltung sollen nun die Bürger beteiligt werden. Im Sommer starten die ersten Aktionen.  Quelle: Florian Petrow
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Hannover

 Alles auf Anfang in Sachen Steintor: Nach dem heftigen Streit um eine Bebauung des Platzes im Vorfeld der Kommunalwahl im Jahr 2016 will die Stadt nun zusammen mit den Bürgern einen neuen Anlauf für eine Umgestaltung des Areals nehmen. Im Bezirksrat Mitte hat sie am Montag einen Entwurf vorgelegt, der Details zum Zeitplan und Ablauf der geplanten Bürgerbeteiligung nennt.

Der Start ist für den Juni vorgesehen. In der ersten Phase des „Neuanfangs am Steintor“, wie ihn die Stadt selbst nennt, soll es zunächst eine publikumswirksame Auftaktveranstaltung mit Aktionen auf dem Platz geben. In der Folge soll es vor allem um die Frage gehen, welche Rolle und Bedeutung der Platz in der Innenstadt hat.

Veranstaltungen und Aktionen: Stadt will Bürgerideen sammeln

Dabei sollen auch anliegende Eigentümer, Gewerbetreibende, Medien, Religionsvertreter, Schulen, Vereine und soziale Institutionen als „Schlüsselakteure“ eingebunden werden. Migranten und Jugendliche, die bei Bürgerbeteiligungen oft unterrepräsentiert sind, sollen zudem durch Befragungen ganz gezielt angesprochen werden.

In Phase zwei sollen unterschiedliche Beteiligungsformate für verschiedene Nutzergruppen des Steintorplatzes angeboten werden. Ideen von Bürgern sollen gesammelt werden. Veranstaltungen und Installationen auf dem Platz sollen das Interesse verstärken. Geplant ist das im September und Oktober.

Auf der Suche nach der „Steintorplatz-DNA“

In der dritten Phase des Projektes soll schließlich so etwas wie eine „Steintorplatz-DNA“ entwickelt werden, schreibt die Stadt. Die zentralen Ergebnisse der ersten beiden Phasen sollen zu einer mehrheitsfähigen Haltung geformt werden. Geplant ist auch eine Online-Plattform, auf der regelmäßig über den aktuellen Stand berichtet und darüber auch diskutiert werden soll. Im Mittelpunkt sollen aber weiter der „direkte Dialog und Präsenz vor Ort“ stehen, verspricht die Stadt.

Für die vierte Phase, die im zweiten Quartal 2019 beginnen soll, schlägt die Stadt einen Planungswettbewerb mit mehreren Teams vor. Dessen Grundlage sollen die Ergebnisse der Beteiligung sein, die auch langfristig fortgeführt werden soll.

500 000 Euro soll die Bürgerbeteiligung kosten

Mitmachen bei dem Steintor-Projekt sollen auch Architektur-Studenten der Leibniz-Universität. Zudem verspricht die Stadt, dass auch klare Tabus benannt werden sollen, was mit dem Platz nicht passieren soll.

500 000 Euro sind im Vorfeld für die Bürgerbeteiligung vorgesehen. Sie soll vom Berliner Büro Urban Catalyst organisiert werden, das schon viel Erfahrung mit großen Stadtentwicklungsprojekten gesammelt hat.

Zur Abstimmung im Bezirksrat kam es am Montag noch nicht. Die Politik hat noch Beratungsbedarf und vertagte die Entscheidung.

Von Christian Bohnenkamp

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