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AM HAKEN: Mit einem Bagger hieven die Kampfmittelbeseitiger eine der drei Bomben aus der Baugrube.

AM HAKEN: Mit einem Bagger hieven die Kampfmittelbeseitiger eine der drei Bomben aus der Baugrube.
 © Foto: Dröse

Evakuierung

So lief die Entschärfung der Blindgänger in Hannover

Drei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg mussten die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes am Sonntag in Hannovers Norden entschärfen. Einer der Blindgänger machte Probleme. Das Gewinde des Zünders hatte sich gestaucht. Er musste mit einem Wasserstrahlschneidegerät abgetrennt werden. Das klappte. Eine kontrollierte Sprengung des Blindgängers blieb den Anliegern erspart. Sie hätte zu erheblichen Schäden führen können.

Hannover.  Gut, dass alles so glatt ging. Selbst bei einer kontrollierten Sprengung der letzten von drei Bomben, die am Sonntag auf einem Baugrundstück an der Wedelstraße entschärft wurden, wären die Auswirkungen für die Anwohner massiv gewesen.

„Die Fassade des angrenzenden Rewe-Marktes hätte erheblichen Schaden genommen. Auch die direkten Anlieger hätten kaputte Fensterscheiben gehabt“, erklärte Thomas Bleicher, Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen.

Nur die Zünder der Bomben müssen gesprengt werden

Seinem Team war es allerdings gelungen, das fünf Zentner schwere Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg mit Hilfe eines Wasserstrahlschneidegerätes unschädlich zu machen. Gesprengt werden mussten lediglich die Zünder der Bomben.

Die ersten beiden Bomben, eine zehn, die andere fünf Zentner schwer, hatte sein Team noch manuell entschärfen können. „Bei der dritten Bombe war jedoch das Gewinde gestaucht. Wir konnten den Zünder nicht herausziehen“, berichtete Bleicher.

Rund 35 Minuten dauerte es, den Zünder mit dem Spezialgerät abzutrennen. Bei den Arbeiten direkt an der Bombe war immer nur ein zweiköpfiges Team im Einsatz. „Damit wir möglich wenige unserer Mitarbeiter gefährden“, sagte Bleicher, für den die erfolgreiche Entschärfung „eine Erleichterung“ war. Die Entschärfung mit dem Wasserstrahlschneidegerät sei allerdings nicht unüblich gewesen. Sie habe aber etwas länger gedauert als eine manuelle Entschärfung, weil dazu noch Spezialgerät aufgebaut werden musste.

Entschärfung im Plan: Um kurz vor sechs ist alles vorbei

Dennoch blieb das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Plan. Das lag auch daran, dass es sich bei zwei der Verdachtspunkte, von denen noch am Morgen die Rede war, nicht um Bomben handelte. An einer der Stellen lag Metallschrott, an der anderen wurde ein Betonfundament gefunden.

Abgeschlossen war die Entschärfung der Bomben um kurz vor sechs am Abend. Es gab – zum Glück – nur einen kleinen Knall, bei der Sprengung der Zünder.

Von C. Bohnenkamp


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