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Meine Stadt So kann Hannover sicher bauen gegen Kriminelle
Hannover Meine Stadt So kann Hannover sicher bauen gegen Kriminelle
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00:16 14.11.2016
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Hannover

Was bisher noch eher die Ausnahme ist, soll künftig immer mehr zum Standard werden – so der Wille des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen. „Wir wünschen uns, dass das Teil der Bauleitplanung wird“, sagt Hartmut Pfeiffer, Leiter des Bereichs Forschung und Statistik des LKA-Präsidenten. Allerdings ließen sich auch bei Sanierungen und Renovierungen zahlreiche Verbesserungen erzielen, die Einbrüche erschweren können.

Die wissenschaftliche Basis für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Polizei, Kommunen und Bauwirtschaft hat das Projekt „Transit“ geliefert, dessen Ergebnisse Anfang November vorgestellt wurden. „Die Netzwerke der Akteure sind wichtig, dass Stadt, Wohnungswirtschaft und Polizei in Kontakt stehen“, sagt Anke Schröder, die Leiterin des Projektes. Entsprechende Übereinkünfte haben Braunschweig, Lüneburg und Emden bereits unterzeichnet. Weitere Kommunen in Niedersachsen sollen folgen – darunter auch Hannover, so die Hoffnung der Verantworlichen beim LKA.

Neben baulichen Aspekten spielt allerdings auch das Miteinander in einem Viertel eine wichtige Rolle – weil dadurch die soziale Kontrolle gestärkt wird. Ein stabilisierender Faktor, der nicht nur durch Vernachlässigung der Wohngebäude ins Wanken geraten kann, sondern auch durch Luxussanierungen. „Durch schnelle Mieterwechsel können die Strukturen kippen. Je mehr Leben es gibt, desto besser ist das“, erklärt Experte Pfeiffer.

Entscheidend ist aber auch, dass es klare Verantwortliche für den Erhalt der Wohnanlagen gibt. „Dazu müssen das gar keine Eigentumswohnungen sein. Da kann sich eine Genossenschaft genauso gut drum kümmern“, sagt Projektleiterin Schröder.

Hohes Sicherheitsgefühl in vertrauter Umgebung

Wie kann die Sicherheit im Wohnumfeld verbessert werden? Dazu wurden im Rahmen des Projektes „Transit“ auch Anwohner von drei Stadtteilen in Braunschweig, Emden und Lüneburg befragt. 881 machten mit – und sie konnten in den meisten Fällen konkret benennen, welche Bereiche sie als Angsträume wahrnehmen.

Je vertrauter die Umgebung ist, desto größer war das Sicherheitsgefühl der befragten Personen. In ihrer eigenen Straße hatten sie am wenigsten Angst – wobei die Bewohner der Qualität des Wohnumfeldes größere Bedeutung beimaßen als dem Kontakt zur und der Kenntnis der Nachbarschaft.

Auffällig war allerdings auch, dass die benannten Angsträume längst nicht immer mit den Orten übereinstimmten, an denen sich die meiste Kriminalität abspielte. Diese Daten hält die Polizei eigentlich unter Verschluss. Sie wurden für die drei untersuchten Stadtteile ausnahmsweise in der Studie veröffentlicht. Bei Planungen von Bauprojekten sollen die Daten aber verwendet werden.

Viele Unternehmen sehen „negative Dynamik“

Die Bedeutung des Themas Sicherheit ist aus Sicht der Wohnungsunternehmen groß – und diese wird künftig noch eine größere Rolle spielen. Das geht aus einer Umfrage unter den Mitgliedern des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen hervor.

Mehr als ein Viertel der Wohnungsunternehmen be-klagt, dass Wohnanlagen in Gegenden mit einer „negativen Dynamik“ stehen. Um solchen Entwicklungen vorzubeugen, ergreifen die meisten der Unternehmen Maßnahmen wie den Einbau von Gegensprechanlagen und Schließanlagen. Auch die Verbesserung der Beleuchtung halten sie für einen Weg, um mehr Sicherheit zu schaffen.

Als weiteren Schwerpunkt haben die Unternehmen die Stärkung des sozialen Zusammenlebens im Blick. Sie richten dazu zum Beispiel Nachbarschaftstreffs oder Mietercafés ein und organisieren Feiern, Feste und Ausflüge, um den Zusammenhalt und somit auch Sicherheit und Sicherheitsgefühl der Bewohner zu stärken.

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