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Meine Stadt So geht es mit dem Feuerwerk in Herrenhausen weiter
Hannover Meine Stadt So geht es mit dem Feuerwerk in Herrenhausen weiter
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00:20 19.09.2018
Das Siegerfeuerwerk des norwegischen Teams erleuchtet den Himmel über Herrenhausen. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Wie war’s und wie wird’s? Nach dem Feuerwerks-Finale sprach die NP mit Hannovers Tourismus-Chef Hans Nolte (56) über die Zukunft des internationalen Wettbewerbes.

Der Sieger heißt Norwegen. Sind Sie mit dem Urteil der Jury, der Sie ja nicht angehören, zufrieden?

Aber ja. Der Wettbewerb ist auf einem erstaunlichen Niveau der Perfektion angekommen. Kreativ waren sie alle, aber einige hatten technische Fehler. Die werden am Ende Einfluss gehabt haben.

Herzlichen Glückwunsch. Sie und Ihr Team sind mittlerweile seit zehn Jahren für den Wettbewerb verantwortlich. Dabei war aller Anfang schwer.

Eigentlich wollten wir damals mit den Feuerwerken sofort Schluss machen, wir hatten genug anderes zu tun. Und der Wettbewerb dümpelte bei 22 000 Besuchern herum. 2018 waren es 55 000. Zum sechsten Mal hintereinander.

Die Abendkasse gibt es ja schon länger nicht mehr, erstmals waren 2018 alle fünf Veranstaltungen schon Wochen vorher ausverkauft. Entwickelt sich der Wettbewerb in Richtung Kleines Fest, bei dem man sich um Karten bewerben muss?

Zumindest wird es immer schwieriger, kurzfristig an Karten zu kommen. Es sind ja nicht nur Hannoveraner, die die Feuerwerke sehen wollen. Viele Besucher nehmen lange Wege in Kauf. Aber bei Konzerten ist es doch auch so: will ich eine bestimmte Gruppe unbedingt sehen, besorge ich mir die Karten Monate vorher. In die Richtung geht es bei uns nun auch.

Sie deckeln die Zuschauerzahl bei 11 000, dabei hätten Sie eine Genehmigung für 13 000. Warum verkaufen Sie nicht diese 13 000 Tickets? Los würden Sie die sicher.

Natürlich würden wir die los, und wir würden sogar pro Abend Mehreinnahmen von 42 000 Euro haben. Aber es würde zu voll werden, wir wollen doch keinen Gedrängewettbewerb gewinnen. Wir sind überzeugt, dass diese 11 000 Besucher das maximal verkraftbare sind. Das sagen uns auch die Besucher.

Wäre es eine Möglichkeit, das Feuerwerk auf Bildschirmen an der Graft zu übertragen. So wie der NDR die Oper am Rathaus in den Maschpark überträgt?

Nein, da würde der Funke nicht überspringen. Das entspricht nicht dem Charme der Veranstaltung. Ein Teil des Feuerwerks ist ja von der Graft gut zu sehen. Auch wenn ich zugeben muss, dass es auf diesen Flächen außerhalb an manchen Abenden zwei Stunden vorm Feuerwerk auch schon ganz schön eng wird.

Verraten Sie den NP-Lesern, auf wen sie sich 2019 freuen dürfen?

Zum ersten Mal wollen wir das ganze Geheimnis schon jetzt lüften. Wir freuen uns auf Frankreich, Brasilien, Sizilien, Tschechien und Japan.

Bei gutem Wetter und einem ausverkauften Großen Garten ist am Sonnabend der Internationale Feuerwerkswettbewerb in Herrenhausen zu Ende gegangen. Den Sieg holten sich die „North Star Fireworks“ aus Norwegen.

Von Christoph Dannowski

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