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Meine Stadt So geht Unterricht mit dem Handy: die „Schulcloud“
Hannover Meine Stadt So geht Unterricht mit dem Handy: die „Schulcloud“
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13:25 11.03.2018
informativ: Andreas Noack (links ) erklärt Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Funktionen der Schulcloud auf der Bildungsmesse Didacta. Quelle: Foto: Heidrich
Hannover

Das Prinzip der Schulcloud ist einfach, erläuterte Andreas Noack, Geschäftsführer von Heinekingmedia: Es dient unter anderem innerhalb von Klassen als Gruppen-Messenger zwischen Lehrer und Schülern – von der Anwendung her ähnlich wie „Whatsapp“. „Allerdings ist unsere Schulcloud datenschutzkonform. Das heißt, dass der Nutzer, zum Beispiel der Lehrer, nicht seine Handynummer herausgeben muss, trotzdem aber über die Cloud mit der Klasse kommunizieren kann.“

Hausaufgaben, Unterrichtsmaterial – einfach alles, was für die Klasse wichtig ist, können die Lehrkräfte zudem als Daten mit einfachen Handgriffen in die Cloud hochladen. Für die Schüler taucht es unmittelbar danach im Chatverlauf auf. Auch Schüler, die wegen Krankheit nicht am Unterricht teilnehmen konnten, bleiben so auf dem Laufenden. Arbeiten können Schüler und Lehrer übrigens plattformübergreifend: Die Schulcloud funktioniert auf Handy und Rechner, eine Synchronisation zwischen Heim- und Schularbeitsplatz ist möglich.

Und noch einen „Gadget“ haben die Entwickler hinzugefügt: Klassen, die bereits eine digitale Tafel nutzen, können das im Unterricht entstandene Tafelbild am Ende als Screenshot an alle weiterleiten. „Wenn plötzlich die Schulstunde vorbei ist, muss kein Schüler mehr schnell die Ergebnisse an der Tafel abschreiben“, erklärt der Geschäftsführer. „Der Lehrer kann es digital an alle weiterleiten.“ Übrigens: Dieses „Tool“ können natürlich auch Lehrer nutzen, die mit Laptop und Beamer statt mit digitaler Tafel arbeiten.

Kultusminister Tonne zeigte sich beeindruckt von den neuen Möglichkeiten der Schulcloud: „Es ist hochspannend, was alles möglich ist. Dass digitalen Medien mehr in den Schulen genutzt werden, ist durchaus sinnvoll.“ An der Politik sei es nun, alle Regionen flächendeckend mit Breitband zu versorgen und auch die Schulen entsprechend auszustatten. Tonne wolle nun Schulträger und die Ministerkollegen im Land zu überzeugen, dort zu investieren – etwa in die vermehrte Ausstattung von Schulen mit digitalen Tafeln. „Und nicht zuletzt müssen wir die Lehrkräfte bei der Entwicklungen mitnehmen.“ Das sei auch im Sinne von Heinekingmedia, so der Geschäftsführer. Man habe sich bewusst an Whatsapp orientiert, das vielen bereits bekannt ist: „Wir überfordern niemanden.“

Und den Praxistest gibt es auch bald: Insgesamt 16 000 Schulen in Deutschland, davon 20 Schulen in Hannover, wird die Schulcloud nach der Didacta kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Von Simon Polreich

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