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Meine Stadt Siemens steht auf Firma HaCon aus Hannover
Hannover Meine Stadt Siemens steht auf Firma HaCon aus Hannover
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13:43 28.05.2017
HaCon-Geschäftsführer Michael Frankenberg

Ein in der jüngeren Vergangenheit äußerst erfolgreiches Unternehmen aus Hannover hat das Kaufinteresse eines Weltkonzerns ge­weckt: Die HaCon-Ingenieursgesellschaft soll eine Siemens-Tochter werden. Beide Seiten sind sich einig, jetzt fehlt nur noch die Zustimmung der Kartellbehörde. Kommt die und läuft alles nach Plan, soll die Sache noch um die Jahresmitte umgesetzt werden.

HaCon existiert seit über 30 Jahren, die Firma befasst sich mit Verkehr, Transport und Logistik, sie ist international gefragter Spezialist für digitale Fahrplanauskünfte und be­schäftigt rund 300 Mitarbeiter, bis auf ein Dutzend alle am Firmensitz im Podbi-Park (List). Millionen Menschen haben täglich Kontakt mit HaCon-Produkten: Die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn etwa stammt aus Hannover (sie beruht auf der Software HA­FAS). Das Gleiche gilt für viele weitere Verkehrsunternehmen und -verbünde in Europa (etwa die französische SNCF oder die schweizerische SBB). Ebenfalls von HaCon kommt die „My Han­nover“-App für Handys. Auch die Verbindungssuche DB-Navigator und den Zugradar der Deutschen Bahn hat HaCon entwickelt – mit Letzterem sieht man die Züge tatsächlich in Bewegung. Selbst Google nutzt Technik aus Hannover zur Darstellung aktueller Fahrtzeiten öffentlicher Verkehrsmittel, etwa für die New Yorker U-Bahn).

„Innerhalb der letzten fünf Jahre haben wir unsere Mitarbeiterzahl verdoppelt. Nun schlagen wir ein neues Kapitel auf, um unsere Erfolgsgeschichte unter dem Dach eines starken Partners fortzuführen“, sagt Michael Frankenberg, einer von drei HaCon-Geschäftsführern. Als künftige Siemens-Tochter wolle HaCon „weiter wachsen und unseren Kunden ein noch breiteres Leistungsspektrum anbieten. Insbesondere im internationalen Geschäft werden wir unsere eigenen Stärken mit denen unserer Eigentümerin verbinden und vorantreiben können.“ Mehr will das Management derzeit nicht sagen – solange die Kartellbehörde die Sache noch nicht abgesegnet hat.

Siemens ist schon seit Jahrzehnten dick im Bahngeschäft, man verkauft Straßenbahnen und Züge und bietet Automatisierungslösungen. HaCon soll als eigenständiges Unternehmen Teil der Siemens-Sparte Divison Mobility werden. Für Spartenchef Jochen Eickolt erschließt sich damit „ein völlig neuer Geschäftsbereich hinsichtlich Fahrplanerstellung und Trip-Planung der Reisenden“.

HaCon dürfte um 45 Millionen Euro Jahresumsatz er­zielen, der zu­letzt veröffent­lichte Gewinn laut „Bundesanzeiger“ für 2015 beträgt knapp 13 Millionen Euro. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Von Ralph Hübner

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