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Meine Stadt Sextäter aus Pattensen gefeuert
Hannover Meine Stadt Sextäter aus Pattensen gefeuert
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15:39 05.05.2010
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VON STEFAN FLEER

PATTENSEN. Alexander B. (38) war in Pattensen ein angesehener Karate-Sportler, der sich besonders in der Jugendarbeit engagierte. Zudem lebte der Heilpädagoge in Jeinsen mit vier Jugendlichen in einer sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft. Doch hinter dieser Fassade schlummerte noch eine dunkle Seite: Der Erzieher fühlte sich besonders zu kleinen Jungs hingezogen.

Der 38-Jährige hat eingeräumt, in neun Fällen zwei Jungen (13, 14) sexuell missbraucht zu haben. Er sitzt seit Karfreitag in Untersuchungshaft (NP berichtete). „Wir sind erschüttert und bestürzt“, sagt Vera Jerosch, Geschäftsführender Vorstand der Sonderpflege e. V. aus Barntrup, „wir haben das Arbeitsverhältnis sofort beendet.“

B. habe in einer Einrichtung des Vereins in Jeinsen mit vier Jugendlichen (11 bis 14) zusammengelebt, die einer besonderen pädagogischen Betreuung bedürfen. „Wir haben die vier Jugendlichen befragt. Dort soll es aber keine sexuellen Übergriffe gegeben haben“, sagt Jerosch. B. sei ein sehr qualifizierter, zuverlässiger und engagierter Heilpädagoge gewesen: „Darauf sind wir reingefallen. Er hat uns geschickt getäuscht.“

Auch in einer Grundschule im Bereich Langenhagen hat man von seiner dunklen Seite nichts geahnt. Dort war Alexander B. als pädagogischer Mitarbeiter beschäftigt, er unterstützte Lehrer im Unterricht. „Er ist dort seit den Osterferien nicht mehr tätig und wird es auch in Zukunft nicht mehr sein“, sagt Susanne Strätz von der Landesschulbehörde. Bislang gebe es aber keine Anhaltspunkte, dass es in der Grundschule zu sexuellen Übergriffen gekommen sei.

Für den Psychologen Christian Lüdke ist es kein Wunder, dass häufig Erzieher Kinder missbrauchen: „Die pädagogische Beziehung ist dafür bestens geeignet.“ Deshalb suchten sich Pädophile meist Berufe, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Es bilde sich ein Vertrauensverhältnis, was Kindern Sicherheit vermittelt, sie gleichzeitig aber auch unbemerkt in eine Abhängigkeit führe. Daher sei es für Opfer auch so schwer, sich im Falle eines Missbrauchs anderen zu öffnen.

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