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Die Polizei hofft auf Hinweise der Bevölkerung nach dem Berenbosteler Kinderschänder.

Die Polizei hofft auf Hinweise der Bevölkerung nach dem Berenbosteler Kinderschänder.© Peter Steffen / dpa

Berenbostel

Sex-Verbrechen an Fünfjährigem: Flyer-Aktion der Polizei

Berenbostel sucht den Kinderschänder. Die Polizei hat die Bewohner des Ortes heute im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung dazu aufgerufen, bei der Suche nach dem Verbrecher zu helfen, der vergangenen Montag einen fünfjährigen Jungen kidnappte, sexuell missbrauchte und ihn anschließend aussetzte (NP berichtete).

Berenbostel/Hannover. Fast 20 Ermittler verteilten am Vormittag in Berenbostel 1000 Flyer im Bereich der Liebermannstraße, wo das Kind verschwand, und ließen Fahndungsplakate in den Geschäften aufhängen. "Zeugenaufruf! Fünfjähriger Opfer einer Sexualstraftat!" - so lautet die Überschrift auf den Handzetteln und den Plakaten, die die Polizei verteilte.

Die Beamten steckten die Flyer in die Briefkästen der Wohnhäuser rund  um die Liebermannstraße. Sie sprachen Bewohner auch direkt an und drückten ihnen das Papier in die Hand. Die Fahndungsplakate wurden vorwiegend in den Läden  an der Straße Rote Reihe abgegeben.Die Aufrufe wurden außerdem im Bereich Sahlkamp/Vahrenheide verteilt.

Der Täter hatte den Jungen am Montag gegen 15 Uhr an der Weimarer Allee (Vahrenheide) ausgesetzt. Die Ermittlungen der Polizei konzentrieren sich in dem Zusammenhang auf den metaliclackierten (möglicherweise champagnerfarbenen) Geländewagen (neueres Baujahr mit abgerundetem Heck). Aus diesem Auto war der Gesuchte mit dem Jungen an der Weimarer Allee ausgestiegen und von einer Frau gesehen worden.

Die Fahnder hoffen auch auf Zeugen, die das Fahrzeug gesehen haben, als das Opfer gegen 13 Uhr an der Liebermannstraße in den Wagen eingestiegen war. Polizeisprecherin Petra Holzhausen appellierte an die Bevölkerung, jeden Hinweis an die Beamten weiterzugeben: "Jedes noch so kleine Detail kann für uns wichtig sein."

Die Berenbosteler wollen helfen, und finden die Öffentlichkeitsfahndung der Beamten gut: "Ich hoffe, das hilft weiter und der Täter wird geschnappt", sagt Rentner Friedrich Jänicke (67). Zeugen können sich telefonisch an den Kriminaldauerdienst der Polizei wenden: Telefon (0511) 1 09 55 55.

Von Britta Mahrholz


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