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Meine Stadt Sex-Tat im Salon: Friseur färbt und fummelt
Hannover Meine Stadt Sex-Tat im Salon: Friseur färbt und fummelt
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17:40 11.02.2019
Fummel-Friseur: Khari A. wurde wegen eines sexuellen Übergriffs bei einer jungen Kundin zu acht Monaten Freiheitsstrafe mit Bewährung verurteilt. Quelle: Behrens
Hannover

Zupfen, färben, fummeln – so hatte sich die junge Frau (19) ihren Besuch beim Friseur nicht vorgestellt. Die Auszubildende wollte sich nur ihre Augenbrauen schick machen lassen und geriet in die Fänge von Khari A. (38). Denn der Iraker hatte ganz anderes im Sinn, als er der Hannoveranerin in einem Salon im Nordwesten der Stadt eine kostenlose Beauty-Behandlung anbot. Er begrapschte sie, massierte auch ihre Brüste. Dass er sich damit zu viel rausnahm, bekam A. am Montag zu spüren: Für den sexuellen Übergriff kassierte er im Amtsgericht acht Monate mit Bewährung.

Der 38-Jährige arbeitet als Aushilfe im Friseurladen seines Bruders. An einem heißen Tag im vergangenen Juli traf er die Auszubildende vor dem Geschäft. Man kannte sich. Sie ging häufiger vorbei, weil sie in der Nähe wohnt. Und sie war auch schon mal zum Haareschneiden im Salon. Der Angeklagte plauderte am Tattag mit der 19-Jährigen und überredete sie, sich von ihm die Augenbrauen aufhübschen zu lassen. Gratis.

Hände gleiten tiefer und tiefer

Er führte sie in die „Beauty-Ecke“ des Salons, einem Bereich hinter dem Hauptgeschäft, der von außen nicht einsehbar ist. Dort zupfte er ein paar Härchen über den Augen der jungen Frau weg. Mit einem Serum begann er, auch ihr Gesicht zu massieren. Seine Hände glitten tiefer und tiefer: über ihren Hals, ihre Schultern und schließlich über ihre Brüste. „Ich habe seinen Atem gespürt. Er war ganz dich hinter mir“, berichtete das Opfer. Er küsste ihre Stirn und hauchte in ihr Ohr: „So ein schönes Mädchen.“

Die Hannoveranerin forderte A. auf, die Fummeleien zu lassen, sagte ihm: „Bleib mal oben.“ Dann ging die Tür auf. Ein Mann kam in den Salon. Obwohl noch längst nicht Geschäftsschluss war, schickte der 38-Jährige den (zahlenden) Kunden wieder weg. Er behauptete einfach, der Laden sei bereits geschlossen. Anschließend zog A. sämtliche Rollos runter – und widmete sich erneut der 19-Jährigen.

Als sie aufstehen wollte, drückte er sie zurück auf den Stuhl. Er sei noch nicht fertig, erklärte A. Nun wollte er die Augenbrauen des Opfers färben. Er mixte die Textur an, trug sie auf. In der Einwirkzeit fing er wieder an zu grabbeln, umklammerte die junge Frau von hinten und knetete erneut ihre Brüste.

„Es sah total schlimm aus“

Nun reichte es ihr. Sie wurde energisch. Er sollte die Farbe, die er viel zu lange drauf ließ, von ihren Augenbrauen entfernen. Das Ergebnis fand die Kundin alles andere als schön: „Es sah total schlimm aus“, erinnert sie sich. Anschließend verließ sie zügig den Laden. Und sie zeigte A. bei der Polizei an.

Wenn auch zögerlich, so gab der verheiratete Vater von fünf Kindern (im Alter von acht Monate bis 13 Jahre) den Übergriff doch teilweise zu: Ja, das mit der Kopfmassage stimmt und ja, den Kuss auf die Stirn gab es auch, aber von Brust-Grapschereien wollte er nichts wissen. Dennoch entschuldigte sich der 38-Jährige mehrere Male. „Und ich mache das nie wieder“, versprach er.

Besser ist es. Für die „Beauty-Behandlung“ bei der Hannoveranerin bekam er eine achtmonatige Bewährungsstrafe. Damit A. die verbotene Fummelei auch im Portemonnaie spürt, muss er zusätzlich 500 Euro Geldauflage zahlen.

Von Britta Mahrholz

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