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Meine Stadt Sex-Affäre in der JVA Hannover
Hannover Meine Stadt Sex-Affäre in der JVA Hannover
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00:16 03.12.2016
ABGESCHLOSSEN: Eigentlich sind Gefängnisse wie die JVA an der Schulenburger Landstraße keine Orte der Liebe. Anstaltsleiter Matthias Bormann erstattete Anzeige.
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Hannover

Gefängnisleiter Matthias Bormann bestätigte am Mittwoch gegenüber der NP, dass er Anzeige erstattet habe. „Es kam zu Verhaltensweisen, die nicht nur Fehlverhalten waren, sondern möglicherweise strafrechtliche Folgen haben könnten“, formuliert er vorsichtig.

In Gefängnissen besteht zwischen Mitarbeitern und Insassen immer ein Abhängigkeitsverhältnis. Entsprechend gelten hier wie etwa auch beim Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern besondere Schutzbestimmungen, der Schritt zum Missbrauch ist nur ein kleiner.

Deshalb lautet der Vorwurf auch zunächst auf sexuellen Missbrauch eines Gefangenen, die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt. Höchststrafe: fünf Jahre. Doch Oberstaatsanwalt Thomas Klinge hält es für unwahrscheinlich, dass in diesem Falle die Höchststrafe zum Einsatz kommen werde. „Es gibt in Justizvollzugsanstalten einen besonderen Schutz gegen sexuelle Ausbeutung“, sagte er auf Anfrage. „Der zielt aber eigentlich auf andere Fälle.“ Wobei er nicht den Ermittlungen vorweg greifen wolle.

In ihrer ersten Vernehmung hatte die Sozialarbeiterin die Vorwürfe bestritten. Nun schweigt sie. Die Kriminalpolizei wertet sicher gestellte Beweismittel aus. Darunter soll sich auch ein Mobiltelefon mit belastenden Fotos befinden. Wann die Affäre zwischen der 25-Jährigen und dem Häftling begonnen hat, ist unklar. Angeblich sollen sich die Verdachtsmomente Anfang November verstärkt haben. Mittlerweile ist die befristet beschäftigt Gewesene entlassen worden.

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz wollte die Vorkommnisse nicht weiter kommentieren. „JVAs sind Orte, in denen Menschen eng zusammen leben, sagte sie. „Es kommt darauf an, wie die Justiz damit umgeht.“

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