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Daniel und Andreas Sennheiser führen das gleichnamige Familienunternehmen seit 2013 in dritter Generation.© Heusel

Wedemark

Sennheiser: Sie sorgen für den perfekten Sound

Aus der Wedemark in die Welt: Andreas und Daniel Sennheiser führen das gleichnamige Familienunternehmen seit 2013 in dritter Generation. Vom Großvater Fritz Sennheiser 1945 in einem Bauernhaus gegründet, agiert der Audiospezialist inzwischen global. NP-Vize Markus Hauke sprach mit den Sennheiser-Brüdern in Wennebostel über gemeinsame Verantwortung, gute Kopfhörer und die großen Herausforderungen der Digitalisierung.

Wer von Ihnen beiden hat denn die besseren Ohren?
Daniel: Wir haben vielleicht nicht das hervorragende Gehör, wie manch einer unserer Mitarbeiter es hat. Aber sie sind schon ganz gut. Gemessen haben wir sie allerdings noch nicht.
Andreas: Für das, wofür wir sie brauchen, funktionieren sie exzellent.

Wie ist das im Alltag, ständig mit seinem Bruder zusammenzuarbeiten – und sich sogar ein Büro zu teilen?
Andreas: Es gibt ein Fundament, welches uns sehr, sehr ähnlich denken lässt. Wir haben eine gemeinsame Wertevermittlung genossen, und auch unternehmerisch ticken wir ähnlich. Aber zum Glück sind wir nicht immer einer Meinung – und kommen ja aus unterschiedlichen Bereichen: Daniel ist Designer, ich bin Ingenieur. Da können wir uns perfekt ergänzen, weil wir unterschiedliche Blickwinkel auf Probleme haben und so zu besseren Lösungen kommen.
Daniel: Ich sehe das als Bereicherung. Wir teilen die Verantwortung, das ist in unserer Position ein riesiges Privileg. Mit einem Bruder kann man über alles sprechen. Wir sind dadurch in den letzten Jahren auch zu dicken Freunden geworden.

Vom Großvater gegründet, vom Vater ausgebaut, nun sind Sie an der Spitze. Sennheiser hat eine große Tradition, wird in diesem Jahr 72 Jahre alt. Wissen Ihre Kinder eigentlich, was auf sie zukommt?
Andreas: Nein. Uns ist ja auch freigestellt gewesen, was wir machen wollen. Wir haben beide unsere Erfahrungen in ganz anderen Un­ternehmen gesammelt. Ich bei Hilti, Daniel war zuletzt bei Procter und Gamble (US-Konzern, u.a. Gillette, Pampers, d. Red.). Am Ende war es eine bewusste Entscheidung, weil wir bei Sennheiser unseren Beitrag leisten und uns beweisen wollten. Der Name allein qualifiziert nicht. Die vierte Generation soll erst einmal ihre Interessen entwickeln.
Daniel: Das Wichtigste in der Erziehung ist, die Kinder so normal wie möglich aufwachsen zu lassen, nicht unter dem Druck, hier den Hof übernehmen zu müssen. Das muss aus freien Stücken kommen – wenn sie denn qualifiziert sind.

Welche Rolle spielt denn der Standort in der Wedemark in der Firmenphilosophie?
Andreas: Wir sind hier stark verwurzelt, in der Gemeinde, in der Region. Insofern ist es ein Identifikationspunkt. Kunden, die aus aller Welt hierherkommen, stehen staunend vor dem alten Bauernhaus, in dem Sennheiser gegründet wurde, und sagen „Wow! Hier hat das alles angefangen.“ Das ist so ein bisschen die Garagen-Geschichte von anderen Unternehmen. Und wir sind in der privilegierten Situation, das bewahren und ausbauen zu können.
Daniel: Was wir jüngst mit dem Innovation-Campus bewiesen haben, indem am Standort gut 20 Millionen Euro investiert und Raum für 340 Mitarbeiter geschaffen wurden. Das ist nicht nur etwas, was aus der Vergangenheit kommt, sondern uns auch mit Blick auf die Zukunft unheimlich wichtig ist. Mehr als die Hälfte unserer Mitarbeiter weltweit arbeitet hier in Wennebostel.

Sie produzieren aus der Wedemark in die Welt, auch für die Topstars der Musikbranche. Wie sind die denn im Umgang?
Andreas: Das Schöne an der Musikwelt ist, das sie überschaubar ist. Sowohl von der Produzenten- als auch von der Künstlerseite. Und wir freuen uns, dass wir sehr enge Beziehungen haben. Einer, der regelmäßig hier auftaucht, ist Bryan Adams, auch die Scorpions sind als Lokalmatadore öfter zu Gast.

Mehr zum Interview in der Sonnabend-Ausgabe der Neuen Presse!


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