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Meine Stadt Seltene Wanderfalken auf der Marktkiche
Hannover Meine Stadt Seltene Wanderfalken auf der Marktkiche
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11:15 06.08.2010
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VON ANDREAS KRASSELT

HANNOVER. Er ist ein seltener Gast, doch nun wurde der Wanderfalke schon mehrfach in der Nähe der Marktkirche gesehen. Offenbar hat sich ein Paar der noch in den 50er Jahren in Niedersachsen und weiten Teilen Deutschlands ausgestorbenen Greifvogelart in der Innenstadt niedergelassen.

Ob die Wanderfalken gar im Turm der Marktkirche nisten, ist ungewiss. Aber zumindest als Ausgangspunkt für eine lohnende Jagd sei der Turm als höchste Erhebung in der Altstadt nahezu ideal, meint Vogelexperte Dieter Wendt vom Naturschutzbund Nabu. Er hatte dort in der Umgebung bereits Kotspuren und Beutereste gefunden, die eindeutig den Wanderfalken zuzuordnen waren. Die Vögel jagen andere Vögel von Drossel- bis Taubengröße, die sie in rasanten Sturzflügen ergreifen.

Der Wanderfalke ist deutlich größer als der Turmfalke. Seine breiten, sichelförmigen Flügel erlauben gewagte Flugmanöver. Sie sind an der Oberseite schiefergrau, die Unterseite ist von dunklen Querbändern gezeichnet. Charakteristisch sind auch die dunklen Streifen an den Wangen. Die Weibchen sind größer als die Männchen. 20 Jahre lang hatte es in Hannover überhaupt keine Wanderfalken gegeben, bis 1977 erstmals wieder ein Vogel in Ricklingen gesehen wurde. Ab 1989 aber gab es jährlich wenigstens eine Sichtung. Ein Brutpaar jedoch siedelte sich erst 2005 an: an einem hohen Industriegebäude in Stöcken, an dem der Nabu einen Nistkasten installiert hatte. Damals ließ sich auch ein zweites Paar sehen, das jedoch nach Zoff mit den Artgenossen vorübergehend wieder das Weite suchte.

Die Falken reagieren empfindlich auf Störungen an ihren Brutplätzen, weshalb sie es meist wohl vorziehen, eher in Randgebieten der Stadt zu nisten, trotz des verlockenden Speisetaubenangebots in der City. Ein Paar hatte es 2007 am Heizkraftwerk in Linden versucht, wurde dort aber von einem Konkurrenten vertrieben – einem Hybriden aus Wander- und Gerfalke, der beringt und daher wahrscheinlich entflogen war. Menschen sollten die Greifvögel einfach in Ruhe lassen – und heimlich, still und leise beobachten

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