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Meine Stadt Selfies mit dem Problem-Wolf
Hannover Meine Stadt Selfies mit dem Problem-Wolf
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16:23 22.05.2017
TESTET DAS INTERAKTIVE ANGEBOT: Bettina Jung, Bundesvorsitzende der Partei Ethia, in der neuen Wolf-Ausstellung. Quelle: Foto: Körlin
Hannover

Besucher des Landesmuseums können sich bis 15. Oktober „einen Wolf laufen“: Zur interaktiven Wander-Ausstellung „Der Wolf – ein Wildtier kehrt zurück“ gehören auch Pfotensymbole auf dem Boden; Interessierte können so auf allen Vieren die spezielle Gangart eines Wolfes nachempfinden.

Hauptexponat ist der ausgestopfte „Kurti“, von einem Polizeischarfschützen am 27. April 2016 in der Heide erschossener Problem-Wolf. Der Rüde ist der erste Wolf, der seit Rückkehr dieser Tierart nach Deutschland legal getötet wurde. Er war mutmaßlich angefüttert worden und hatte sich mehrfach Menschen genähert.

„Im Zweifel geht die Sicherheit vor“, sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, der 2016 Kurtis Abschuss angeordnet hatte, bei der offiziellen Eröffnung. Der Grünen-Politiker weiter: „Die Rückkehr des Tieres bleibt ein kontroverses Thema.“

Das sieht auch Kuratorin Christiane Schilling so: „Keines unserer einheimischen Wildtiere polarisiert so stark. Natürlich kann ein Wolf dem Menschen gefährlich werden – aber das sind extreme Einzelfälle.“

„Alle wesentlichen Infos sind kurz und knapp für jedermann verständlich dargestellt“, lobte Jörg-Rüdiger Tilk, Bundesforstbeamter und Jäger, der als einer der ersten den überschaubaren Info-Bereich besuchte.

„Ich finde es gut, dass der Wolf wieder in Deutschland heimisch ist. Aber es gibt noch so viele Vorurteile. Deshalb ist Aufklärung so wichtig“, sagte Besucherin Astrid Lücke.

Auch Bettina Jung, Vorsitzende der Menschen- und Tierrechtspartei Ethia, die „Kurtis“ Abschuss verurteilt, lobte: „Ich bin positiv begeistert. Die Ausstellung mit einem guten interaktiven Angebot ist extrem lebendig gestaltet und auch für Kinder sehr gut geeignet.“

Allerdings betonte Jung: „Kurti war niemals eine Gefahr für den Menschen.“ Außerdem stört es sie sehr, dass einige Besucher Selfies mit dem präparierten Jungwolf machen.

Von Andreas Körlin

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