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Hannover Meine Stadt Secret Service lobt Feuerwehr Hannover
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00:16 13.07.2017
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Hamburg/Hannover

Acht Stunden Dienst, acht Stunden Freizeit, acht Stunden Dienst ...

Es war ein außergewöhnlicher Einsatz, den Jörg Rühle von der Berufsfeuerwehr Hannover beim Hamburger G-20-Gipfel absolvierte. Sein Auftrag: Objekt- und Brandschutz in einem der streng abgeschirmten Sicherheitsbereiche.

Dreieinhalb Tage war der 40-jährige Wachabteilungsleiter von der Feuerwache 1 (Weidendamm) am Side-Hotel nahe Binnenalster eingesetzt. Dort logierte unter anderem auch US-Außenminister Rex Tillerson. Höchste Sicherheitsstufe! Deshalb galten auch andere Einsatzregeln als beim Routinedienst in Hannover.

Als nachmittags in einem Zimmer unter den Räumen der US-Delegation die Brandmeldeanlage auslöste, durften Rühle und seine hannoverschen Kollegen „nur mit dem Okay des Bundeskriminalamts vorgehen“. Heißt: Schwerbewaffnete Polizisten begleiteten die Brandschützer. Doch in diesem Fall hatte glücklicherweise nur Wasserdampf den Feuermelder ausgelöst. Falscher Alarm!

„Man ist schon ein bisschen angespannter als im Normalfall“, sagt Rühle, der seit 2003 bei der Feuerwehr ist.Zwar hätten er und seine Kollegen, die mit einem sogenannten Hilfeleistungslöschfahrzeug direkt am Hotel stationiert waren, eine Masterschlüsselkarte für alle Zimmer gehabt; doch in jedem Fall habe man sich mit dem Bundeskriminalamt (BKA) abstimmen müssen.

Das BKA wiederum habe sich mit dem Secret Service abgesprochen; einer US-Behörde, die unter anderem auch für den Schutz des US-Präsidenten zuständig ist.

Bei den strengen US-Personenschützern hatte die hannoversche Feuerwehr offenbar bereits 2016 einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen. Rühle erfuhr: „Der Secret Service hatte mit der Feuerwehr Hannover beim Obama-Besuch sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Vielleicht deshalb waren an der Unterkunft von US-Präsident Donald Trump – dem Gästehaus des Hamburger Senats – ebenfalls hannoversche Brandschützer eingesetzt.

Am Fünf-Sterne-Haus Side konnte Rühle einmal beobachten, wie der US-Außenminister vorfuhr – in einer gepanzerten BMW-Limousine, begleitet von Secret Service, BKA und Polizei.

Von den Ausschreitungen in der Hansestadt blieben der 40-Jährige und seine 89 Kollegen verschont. Beim Pendeln vom Einsatzort in ihre Unterkunft allerdings „gabs schon mal ein mulmiges Gefühl, verbunden mit der Frage: Kommen wir sicher hin und zurück“.

Alle Feuerwehrleute aus Hannover nahmen in ihrer Freizeit am Hamburg-Einsatz teil. „Die Kollegen waren hochmotiviert“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz: „Glücklicherweise wurde niemand verletzt.“

Von Andreas Körlin

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