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Meine Stadt Schwarz-grüner Flirt um die Macht in Hannover
Hannover Meine Stadt Schwarz-grüner Flirt um die Macht in Hannover
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00:15 19.05.2016
Hannover

30 Jahre Opposition sind aus Sicht von Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer genug. Bei den Kommunalwahlen im September will er die rot-grüne Koalition im Rathaus stürzen. Und weil eine absolute Mehrheit für seine Partei illusorisch ist, bringt Toepffer diese für mögliche Partner in Position. Vor allem die Grünen hat er im Blick.

Schwarz-Grün: Was vor Jahren undenkbar schien, ist längst bundesweit eine Option. Auch in Hannover hat CDU-Chef Toepffer „riesige Schnittmengen“ ausgemacht. Das bestätigt schon ein Blick in den Entwurf des CDU-Programms für die Kommunalwahl. Die Förderung der Elektromobilität steht ganz oben auf der Liste. Und auch das Radwegenetz wollen die Christdemokraten verbessern. Was das Wählerklientel angeht, sieht Toepffer ebenfalls Gemeinsamkeiten. Er ist sich sicher, dass seine Partei bei den Kommunalwahlen 2011, bei der sie nur 25,2 Prozent holte, „vor allem an die Grünen Wähler verloren hat“.

Und so wundert es nicht, dass das Werben der CDU auf Interesse bei den Grünen stößt. Zwar betont Parteichefin Gisela Witte, dass sie „30 Jahre erfolgreiche rot-grüne Arbeit“ fortsetzen will. Gleichwohl hält sie sich bewusst andere Machtoptionen offen. „Es gibt Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der CDU“, sagt Witte. Vor allem die Schwäche der SPD, die bundesweit zuletzt nur noch bei 19,5 Prozent stand, macht ihr Sorgen. Auch ist völlig unklar, in wieweit die AfD auch in Hannover Erfolge feiern wird.

Fest steht aber: Für Schwarz-Grün müsste die CDU kräftig zulegen. Und die Grünen müssten ihr durch das Fukushima-Unglück begünstigtes 2011er Ergebnis von 21,5 Prozent bestätigen. Wahrscheinlicher ist, dass man einen weiteren Partner bräuchte - etwa eine wiedererstarkte FDP. Oder es wird doch auch in Hannover eine große Koalition aus SPD und CDU geben. Für Toepffer aber die eindeutig schlechtere Wahl. „Bei der SPD sehe ich keinen Gestaltungswillen. Bei den Grünen ist das anders. Das verbindet uns“.

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