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Hier wird aufgestockt: Das Gymnasium Leibnizschule (links) hatte die Stadt erst vor einigen Jahren vollständig saniert. Die Gebäude sind von der Union Boden angemietet, so dass die Planungen über die Tochtergesellschaft der Stadt laufen. Zwei Gebäude sollen ein zusätzliches Geschoss erhalten.

Bildung

Schulreform – das wird teuer!

Die Abschaffung des Turbo-Abis und die damit verbundene Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren (G 9) kommt die Stadt teurer zu stehen als angenommen: Die Umsetzung kostet rund 48 Millionen Euro.

Hannover. Von etwa 35 Millionen Euro war Kämmerer Marc Hansmann vor einem Jahr ausgegangen, tatsächlich liegen die Kosten aktuell bei 47 Millionen Euro, also zwölf Millionen Euro darüber. In fast allen Gymnasien muss die Stadt die Räumlichkeiten erweitern, etwa durch Aufstockung oder Anbau. Weitere Kosten für die Ausstattung des zusätzlichen Jahrgangs beziffert die Stadt in ihrem jetzt vorgestellten Konzept auf zusätzliche 1,6 Millionen Euro.

Neben diesen Beträgen investiert Hannover weitere etwa 90 Millionen in Sanierung und notwendige Erweiterung auch wegen G 9 für die Goetheschule, für den Neubau der Sophienschule, für die Teilsanierung des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWRG) und für das Kurt-Schwitters-Gymnasium Misburg. Das neue Gymnasium Limmer, das nach den Sommerferien an den Start geht, wurde in erster Linie zwar wegen der steigenden Schülerzahlen an hannoverschen Gymnasien gebaut, letztendlich berücksichtigte die Stadt aber auch hier die Voraussetzungen für eine G-9-Schule.

In dem jetzt vorgelegten G-9-Konzept hat die Stadt jeden Gymnasialstandort nach dessen Erweiterungsmöglichkeiten unter die Lupe genommen. Fazit: Überall wird es eng und muss die Stadt als Schulträgerin die Gebäudekapazität erhöhen. Lediglich für die Ricarda-Huch-Schule ist derzeit keine Baumaßnahme geplant, hier versuchen Schulleitung und Stadt gemeinsam durch Optimierung der Gebäudenutzung Platz zu schaffen.

Beim Gymnasium Leibnizschule etwa plant die Stadt eine Aufstockung von Schulgebäuden, Erweiterungsbauten sind unter anderem an der Schiller-, Bismarck- und Tellkampfschule und am Kurt-Schwitters-Gymnasium vorgesehen. Um G 9 umzusetzen, soll die Helene-Lange-Schule künftig die Außenstelle Ihmeschule komplett mit nutzen.

Mit den Detailplanungen, die auch die Kosten der einzelnen Baumaßnahmen beinhaltet, beginnt die Stadt im Herbst.

Andreas Voigt


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