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Innenminister Uwe Schünemann trifft den Vorstandsvorsitzenden des türkischen Kulturzentrums, Halil Ibrahim Aydin.

Sicherheitsdebatte

Schünemann besucht Moschee in Linden

Innenminister Uwe Schünemann hat die langjährigen Moscheekontrollen in Niedersachsen verteidigt. Nach den Terroranschlägen von 2001 habe es keine Erkenntnisse über mögliche Bedrohungen gegeben, sagte der Minister bei einem Besuch einer Moschee in Hannover Linden.

Hannover. "Deshalb war es notwendig, an gewissen Punkten auch anlassbezogen Kontrollen durchzuführen", sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend beim Besuch der Moschee Haci Bayram. Inzwischen hätten die Sicherheitsbehörden ein sehr viel besseres Lagebild bekommen.

Der damalige Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte die umstrittenen Kontrollen von Moscheebesuchern im vergangenen Jahr gestoppt. Schünemann erklärte, er könne verstehen, dass die Kontrollen für Irritationen gesorgt hätten. Dafür bitte er um Entschuldigung, zugleich warb er auch unter den Muslimen für mehr Verständnis.

Der Minister rief Deutsche und Muslime zu einem Dialog der Nähe auf. Dies sei für eine erfolgreiche Integration "ganz entscheidend". "Ich bin sehr froh, dass hier in Niedersachsen eine Gesprächsatmosphäre herrscht, die teilweise auf Bundesebene - etwa bei der Islamkonferenz - nicht der Fall ist."

Die Religionsgemeinschaften seien verantwortlich, den Dialog zu suchen und auch zu führen. "Wir müssen es gemeinsam schaffen, dass Islamisten den Islam nicht pervertieren und missbrauchen." Niedersachsen sei deutschlandweit Vorreiter in der Integration. Dies zeige sich bei den Islamstudiengängen und der Ausbildung der islamischen Religionslehrer.

dpa

"Die Moscheekontrollen haben uns nicht gut getan", sagte Ersin Bayraktar, Vorsitzender des türkisch-islamischen Kulturvereins Hannover Linden-Limmer. Plötzlich habe eine ganze Glaubensgemeinschaft in der ganzen Nachbarschaft unter Generalverdacht gestanden. Schünemann betonte, er habe keinerlei Vorbehalte gegen den Islam. "Das ist ein absolutes Gerücht. Ich war viele Jahre Integrationsminister und habe den Dialog gesucht und gefunden." Die Linke im Landtag kritisierte den Besuch als "reine Symbolpolitik".


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