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Meine Stadt Schon 4000 geblitzt: Autofahrer fühlen sich abgezockt
Hannover Meine Stadt Schon 4000 geblitzt: Autofahrer fühlen sich abgezockt
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21:41 13.08.2010

HANNOVER. Der Hauptkritikpunk am Weidetor-Blitzer: Im Bereich der Auffahrt vom Weidetorkreisel auf den Messeschnellweg Richtung Pferdeturm wird die Geschwindigkeit auf 80 reduziert. Nur wenige Meter nach dem Schild steht auch schon der Blitzer. Viele Autofahrer rauschen deshalb mit überhöhter Geschwindigkeit in die Radarfalle.

Dennis Dix von der Stadt räumt ein: „Der Blitzer steht 80 Meter hinter dem Schild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung.“ In der Straßenverkehrsordnung gebe es zwar die Empfehlung eines Abstandes von 150 Metern, der aber bei Gefahrenstellen unterschritten werden darf. Dennoch will die Stadt nachbessern: „Kommende Woche wird etwa 150 bis 200 Meter vor dem Blitzer ein zusätzliches Schild aufgestellt.“

Seit dem 5. August ist die Radarfalle in Betrieb und hat in den ersten vier Tagen bereits rund 4000 Autofahrer geblitzt (NP berichtete). Geht man von einem durchschnittlichen Bußgeld von 30 Euro aus (16 bis 20 Kilometer pro Stunde zu schnell), hat die Stadt die Anschaffungskosten des „TraffiStar S 330“ bereits wieder eingenommen. Wie hoch die bisherigen Einnahmen für die Stadtkasse tatsächlich sind, ist unklar. „Es wurden noch nicht alle Verstöße ausgewertet“, sagt Dix. Von Abzocke will er aber nichts wissen: „Es geht nicht darum, Geld einzunehmen, sondern eine Gefahrenstelle sicherer zu machen.“ Außerdem sei die Installation der Radarfalle ein Beschluss der Verkehrsunfallkommission gewesen.

Unterstützung bekommt er vom ADAC: „Wenn es trotz Tempolimit und guter Beschilderung weiterhin zu Problemen beim Einfädeln kommt, muss man restriktiv vorgehen“, sagt Sprecherin Christine Rettig. Es sei keine fiese Falle, sondern der Versuch, einen Gefahrenpunkt sicherer zu machen: „Da können sich Autofahrer auch nicht rausreden.“ fl

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