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Meine Stadt Schöner wohnen als im Eigentum
Hannover Meine Stadt Schöner wohnen als im Eigentum
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17:42 25.08.2017
FROH: Karin Woidke, Willi Nickel, Christine Jung und Heike Burg fühlen sich zu Hause im Quartier. Vorm Bürottürm der Hanova empfingen Karsten Klaus, Stefan Schostok, Ingeborg Dahlmann und Thomas Hermann die Gäste. Quelle: Heidrich
Hannover

100 Wohnungen, ein paar Büros und Läden, eine Kita, dazu die Zentrale von Hanova, der Dachmarke von Union Boden und GBH – all das ist für 50 Millionen Euro am Klagesmarkt entstanden. Das neue Quartier, erbaut mit 13 500 Kubikmetern Beton und 450 000 Klinkern auf einem zuvor für Märkte, Demos und Kundgebungen genutzten Platz, wirke schon wie vertraut, findet OB Stefan Schostok. Wohl die meisten Bewohner stimmen ihm zu.

Karin Woidke (63) und Willi Nickel (66) haben für das Wohnprojekt am Klagesmarkt (WAK, so der Name des Vereins) ihr Eigenheim in Bothfeld verlassen. Großes Grundstück, also viel Arbeit, kein Aufzug und auch sonst nicht rollstuhlgerecht – nichts für ein Leben in fünf oder zehn Jahren, fand das Paar. Jetzt sind sie rundum zufrieden mit drei Zimmern und 78 Quadratmetern. „Was unser Zuhause zu etwas ganz besonderem macht, ist die zentrale Lage in der City.“

Mit dem Rollator zum Shoppen in die Stadt – das ist auch für Christel Schepers kein Problem. Die 81-Jährige ist die Älteste im Wohnprojekt-Verein. Sie hatte mit einer Freundin einziehen wollen, doch die alte Dame musste ins Heim. „Ganz allein umzuziehen, ist mir am Anfang schwer gefallen“, erzählt die Rentnerin. Inzwischen aber sei sie froh über den Schritt und die netten Nachbarn.

Im WAK haben sich Singles, Berufstätige, Rentner und Menschen mit Beeinträchtigungen zusammengeschlossen, die gemeinsam wohnen wollen und gemeinschaftlich alt werden möchten. Das Wohnkonzept fußt auf aktiver Nachbarschaftshilfe. 26 Erwachsene und zwei Jugendliche leben zusammen, aber in getrennten Wohnungen.

Neben diesem Projekt und „normalen“ Mietwohnungen gibt es als Sonderformen noch „Wohnen plus“ für Senioren mit der Möglichkeit, ergänzende Angebote wie Haushaltshilfe oder ambulante Pflege dazu zu buchen. Und vier Starter-Wohnungen, in denen Existenzgründer arbeiten und leben. Dazu „Fitbox“, „Hairstreet“, Bäckerei Steinecke, das Wohnfachgeschäft „Herr Hirsch“, „Sonams little world“, die „vegane Kochschule“ und eine Commerzbank-Filiale.

Hanova-Chef Karsten Klaus ist froh darüber, dass ein Quartier mit besonderer Lebens- und Aufenthaltsqualität, entstanden nach den Entwürfen von fünf Architekturbüros, vielen ein Zuhause zum bezahlbaren Preis bietet. Jede dritte Wohnung ist öffentlich gefördert. In den frei finanzierten koste der Quadratmeter neun Euro Miete, sagt er. Binnen kürzester Zeit war das Klinkerbauensemble mit den sieben Wohngebäuden und dem siebengeschossigen Büroturm ausgebucht.

„Eine Frischzellenkur für die City“ werde hier bestens zum Ausdruck gebracht, lobte Schostok das Projekt. Am Rande der Feier mit vielen Gästen aus Rat und Verwaltung freute sich ein Mann, der das mit angeschoben hat. Ex-GBH-Chef Dieter Cordes kam dazu aus Bremen.

Von Vera König

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