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Meine Stadt Schneerekord in Hannover - es kommt noch mehr
Hannover Meine Stadt Schneerekord in Hannover - es kommt noch mehr
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19:07 03.01.2010
Wer sein Auto in Hannover geparkt hat, muss schon eine Schneeschaufel dabei haben, um es wieder freizukriegen. Quelle: Petrow
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Hannover. Eine 22 Zentimeter hohe Schneedecke vermeldete der Flughafen Sonntagmorgen um sieben Uhr. An vielen Stellen der Region wurde die 30-Zentimeter-Marke geknackt – ein Rekord. „Vergleichbar wars Anfang Januar 1987, und selbst da war bei 22 Schluss“, sagt Karsten Brandt vom Info-Dienst „donnerwetter. de“. Auch das Februar-Ergebnis im 69er Superwinter hatte bei nur 29 Zentimetern gelegen. Brandt gestern: „Auf jeden Fall ist das hier grad rekordträchtig, zumal da heute noch was draufkommt.“

Was Ski- und Schlittenfahrer freut, sorgt anderswo für schlaflose Nächte: Bei anhaltendem Winterwetter geht dem Schneeräumdienst das Streusalz aus. „Salz ist jetzt ein klammes Gut“, sagt Einsatzleiter Burkhard Heberlein. Werde heute nicht der bestellte Nachschub geliefert, dann gerate man „langsam in die Bredouille“.

140 Straßenreiniger sind im Dauereinsatz, sie haben in den vergangenen Tagen mit 30 Großfahrzeugen bereits 1000 Tonnen Salz auf Hannovers Straßen gebracht. „Dass unser Salzberg leer ist, habe ich noch nie gesehen“, so Heberlein.

Derzeit werde nur noch Splitt gestreut, doch auch der geht zur Neige: „Das reicht vielleicht noch für zwei oder drei Touren“, sagt der Einsatzleiter und schaut etwas ratlos in die fast leere Halle. Auch an Kunden wie die MHH oder die Üstra kann aha kein Salz mehr ausgeben.

Ärgerlich, denn der öffentliche Personenverkehr leidet schon stark unter dem Rekord-Schneefall. Bei Verspätungen bis zu einer Stunde müssen viele Kunden der Deutschen Bahn Geduld beweisen. Die Hälfte der Züge war gestern Nachmittag am Hauptbahnhof verspätet – allerdings auch wegen der Bombenräumung in Lehrte (Seite 15). Johanna Ludolphs reagierte wie viele Fahrgäste genervt – und monierte Mängel an der Bahnhofseinrichtung: „Hier am Bahnhof vermisse ich Sitzmöglichkeiten – die gibt es nur draußen auf dem Bahnsteig, und da ist es zu kalt.“

Auch im Nahverkehr sei weiterhin mit Verspätungen zu rechnen, so Regio-Bus-Sprecher Tolga Otkun: „Wenn möglich sollten Fahrgäste einen Bus eher nehmen.“ Bei der Üstra fielen am Wochenende wegen eines Computerfehlers Anzeigetafeln in Stationen aus – das hatte allerdings nicht mit der Wetterlage zu tun.

Doch auch wer derzeit ins Auto steigt, muss vorsichtig sein: Allein in der Nacht zu Sonntag sei es laut Polizei zu 21 glättebedingten Pkw-Unfällen gekommen. In Stöcken rutschte gestern Vormittag ein Streifenwagen gegen eine Stadtbahn – Schaden: 6500 Euro.
Ein Ende der Kältewelle ist vorerst nicht in Sicht. Meteorologe Brandt hält eine Schneehöhe von 40 Zentimetern zum Wochenende für realistisch. „Zum Wochenstart kriegen wir zweistellige Minustemperaturen, es schneit aber wenig. Der Schnee wird aber vorerst bleiben – Freitag kommt noch mehr.“ Aufs Tauwasserpfützen-Hüpfen könne man sich wohl für Mitte Januar einstellen. fl/gg/han/seb/wig

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