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Meine Stadt Saubere Luft: Umweltbündnis will Leibnizufer blockieren
Hannover Meine Stadt Saubere Luft: Umweltbündnis will Leibnizufer blockieren
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00:21 05.05.2018
Nichts geht mehr: Bereits während des Verdi-Streiks im April staute sich am Leibnizufer der Verkehr. Während der Demo am Freitag könnte es genauso kommen. Quelle: Foto: Dröse
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Hannover

Sowohl die Stadt Hannover als auch das Land hätten bisher nicht genug getan, um das Stickoxid-Problem an stark befahrenen Straßen in den Griff zu bekommen. Deshalb will das Umweltbündnis „HannovAIR“ am Freitag ab 16 Uhr – mitten im Berufsverkehr – das Leibnizufer vor dem niedersächsischen Umweltministerium blockieren.

„Man kann nicht an einem Tag behaupten, Niedersachsen brauche eine Verkehrswende, um dann am nächsten festzustellen, man sei auf einem guten Weg und die Schadstoffproblematik würde sich quasi von selbst auflösen“, kritisiert Ulrich Wilk vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) Umweltminister Olaf Lies (SPD), der aus Sicht des Umweltbündnisses die Probleme mit der Luftreinhaltung kleinredet und keine wirksamen Maßnahmen dagegen auf den Weg bringt.

Stadt und Land sollen mehr für saubere Luft tun

Auch die Stadt Hannover habe noch immer nicht ihren Luftqualitätsplan vorgelegt, obwohl das Bundesverwaltungsgericht im Februar die Möglichkeit von kommunalen Fahrverboten bestätigt hatte.

Den Ort für die Proteste hat das Bündnis bewusst ausgesucht. Denn am Leibnizufer sollten eigentlich schon längst Taten folgen. Ein Ergebnis des großen Stadtdialogs „City Hannover 2020+“ war gewesen, dass dort Fahrspuren reduziert werden sollten, um Platz für Grünanlagen an der Leine zu schaffen. Auch im Bürgerbeteiligungsverfahren „Mein Hannover 2030“ war die Reduzierung von Fahrspuren am Leibnizufer erneut Thema. „Passiert ist bis heute nichts. Von Aufenthaltsqualität kann hier keine Rede sein“, sagt Peter Jakobs von Greenpeace. Lärm und Schadstoffe machten den Ort unattraktiv.

Bisher keine Mehrheit für weniger Fahrspuren am Leibnizufer

Arne Käthner, Initiator des Umweltbündnisses, forderte die Stadt auf, „endlich mit der Umsetzung der Verkehrswende“ anzufangen. Das Leibnizufer sei dafür der „richtige Ort“.

Mit ihrer Forderung stoßen die Demonstranten bei Stadtbaurat Uwe Bodemann wohl nicht einmal auf taube Ohren. Der hatte kürzlich im Interview mit der NP erneut betont, dass sich die Verkehrsströme auf dem Leibnizufer „auch mit einem geringeren Verkehrsschnitt“ abwickeln ließen. Die Ideen zur Umgestaltung des Cityrings sollten „nicht vergessen werden“. Allerdings fand sich für das Vorhaben bisher keine Mehrheit in der Politik. Auch Bodemann sieht deshalb „kurzfristig nicht, dass dort etwas passiert“.

Von Christian Bohnenkamp

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