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ZUKUNFT: Maxime will den Beton des Bredero-Hochhauses hinter einer Blechverkleidung verstecken, dazu sind Balkone geplant. Außerdem soll es bis zu 120 loftartige Eigentumswohnungen geben. Der Baubeginn bleibt jedoch offen.

ZUKUNFT: Maxime will den Beton des Bredero-Hochhauses hinter einer Blechverkleidung verstecken, dazu sind Balkone geplant. Außerdem soll es bis zu 120 loftartige Eigentumswohnungen geben. Der Baubeginn bleibt jedoch offen.© Rainer-Droese

Umbau Bredero-Hochhaus

Sanierungsplan nur inszeniert?

Der Umbau des Bredero-Hochhauses liegt auf Eis. Inzwischen gebe es vier Eigentümer des Gebäudes.

Hannover. Bekommt Hannover ein zweites Ihme-Zentrum, bei dem sich eine Fassaden- und Wohnungssanierung auf unbestimmte Zeit hinzieht? Blechverkleidung vor dem Beton, dazu Balkone und Umläufe sind vom Besitzer Maxime Invest aus Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) versprochen worden – vor bereits gut drei Jahren. Passiert ist seither nichts.

Im nichtöffentlichen Teil des Bauausschusses am Mittwoch war die Verzögerung kurzfristig Thema. Einige Ratsmitglieder waren offenbar aufgeschreckt von einem Artikel in der NP, in dem die Stadt erklärte, der Bauherr habe noch nicht alle Unterlagen eingereicht, weswegen der Umbau mit Fassadensanierung nicht genehmigungsfähig sei. Wann es weitergeht? Offen. Das Projekt liege auf Eis, war aus Kreisen der Ausschussmitglieder zu vernehmen.

Wie die NP außerdem erfuhr, erläuterte Stadtbaurat Uwe Bodemann, dass es inzwischen vier Eigentümer des Bredero-Hochhauses gebe. Der bisherige Alleineigentümer Maxime habe sich von Teilen der Immobilie getrennt. Neue Besitzer gebe es für den oberen Teil des Turmes, einen für den mittleren Teil und einen für den nördlichen Bereich mit Parkhaus. Maxime selber soll nur noch der Bereich mit der Gastronomie und dem ge­planten Hotel gehören.

„Da passiert erst mal nichts“, so ein Mitglied des Ausschusses. Die anfängliche Euphorie sei verpufft, die aktuelle Situation „unbefriedigend“. „Es drängt sich der Eindruck auf, als habe Ma­xime die Sanierung nur inszeniert, um eine Betonimmobilie mit Perspektive besser verkaufen zu können“, so ein Ratsmitglied weiter.

Vor gut drei Jahren hatte Ma­xime die Baupläne öffentlich vorgestellt. Der Betonklotz neben der Hochstraße soll nicht nur optisch anders aussehen, es sollen auch bis zu 120 Eigentumswohnungen entstehen. Entworfen hat die Optik das Architekturbüro BKSP aus Hannover. Architekt Jan Grabau von BKSP sagte gegenüber dieser Zeitung: „Ich habe schon länger nichts mehr von Ma­xime gehört.“ Nach NP-Informationen soll sich nicht mehr BKSP, sondern ein anderer Architekt um die Immobilie kümmern.

Von Andreas Voigt


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