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Eingerüstet: Das Neue Rathaus. Das wird wohl auch noch über Jahre so bleiben.

Eingerüstet: Das Neue Rathaus. Das wird wohl auch noch über Jahre so bleiben.© Foto: Schaarschmidt

Bau

Sanierungsfehler am Rathaus Hannover kostet Millionen

Das Neue Rathaus eingerüstet – damit werden sich die Hannoveraner wohl noch über Jahre abfinden müssen. Die Ausbesserung der fehlerhaften Sanierung in den 80er Jahren wird Millionen kosten.

Hannover.  Das Neue Rathaus eingerüstet – damit werden sich die Hannoveraner wohl noch über Jahre abfinden müssen. Zwar soll die Sanierung des Mittelteils der Südfassade im April abgeschlossen werden. Danach geht es jedoch an den Seiten sowie an den weiteren Fronten weiter – und das wird richtig teuer.

Allein die Sanierung des Mittelteils der Südfassade wird 7,2 Millionen Euro kosten und damit mehr als doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Das liegt unter anderem an einer fehlerhaften Sanierung in den 1980er Jahren.

Wie die Verwaltung gestern im Wirtschaftsausschuss des Rates berichtete, wurde damals die Fassade mit einer silikonhaltigen Beschichtung überzogen. Sie sollte das Eindringen von Wasser in das Gestein verhindern. Das Problem: Das Wasser fand seinen Weg trotzdem durch beschädigte Stellen. Es sammelte sich hinter der Versiegelung, konnte allerdings nicht mehr entweichen. Vor allem im Winter, bei Frost, entstanden Schäden. Teile des Steins bröckelten ab.

Vom Ausmaß der Schäden wurde die Stadt überrascht. Zwar hatte sie von Experten die Fassade untersuchen lassen. Sie nutzten einen Hubsteiger, um sich ein Bild zu machen. Der aber war zu klein, um auch die oberen Teile der Fassade zu erreichen. Und gerade dort war mehr kaputt als gedacht.

„Verärgert“ zeigte sich CDU-Wirtschaftsexperte Jens-Michael Emmelmann. Allerdings auch nicht allzu verwundert. Das sei schließlich das Ergebnis, „wenn man jahrelang nichts an seinen Immobilien macht“, kritisierte er und forderte die Stadt auf, umgehend intensiv die anderen Fassadenseiten zu untersuchen, um ausschließen zu können, dass Passanten von herunterfallenden Fassadenstücken getroffen würden.

Die Stadt betonte, dass sie ihrer „Verkehrssicherungspflicht“ nachkomme. Die Schäden an den anderen Gebäudeteilen seien allerdings nicht so groß wie im Südteil, der besonders Regengüssen ausgesetzt sei. Dennoch geht sie davon aus, dass die Sanierung einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag kostet.

Von Christian Bohnenkamp


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