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Meine Stadt Saleh S.: Ein junger IS-Terrorist?
Hannover Meine Stadt Saleh S.: Ein junger IS-Terrorist?
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00:16 30.04.2017
Saleh S.
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hannover

Er wollte im Auftrag des IS möglichst viele „Ungläubige“ töten. Davon ist zumindest die Generalstaatsanwaltschaft in Celle überzeugt. Deshalb wird Saleh S. (18) am 8. Mai im Landgericht Hannover der Prozess gemacht.

Der junge Mann soll am 5. Februar 2016 zwei Molotow-Cocktails in den Haupteingang der Ernst-August-Galerie geschleudert haben. Der Anschlag war so dilettantisch, dass niemand verletzt wurde. Saleh S. soll vom Parkdeck des Einkaufzentrums die Tat verübt haben. Er steht wegen versuchten Mordes vor der Ersten Großen Jugendkammer.

Laut Gerichtssprecher Hans-Christian Rümke sind zehn Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess dauert den Planungen zufolge bis 22. Juni.

Saleh S. ist der Bruder von Safia S. (16). Sie wurde Ende Januar wegen versuchten Mordes zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sie hatte versucht, im Hauptbahnhof einen Bundespolizisten zu erstechen.

Die Geschwister waren Anfang 2016 in die Türkei ausgereist. Wahrscheinlich, um sich dem IS anzuschließen. Saleh S. wurde in der Türkei inhaftiert. Nach seiner Rückkehr nach Hannover kam er in die Psychiatrie. Dort griff er Patienten an. Nun sitzt er in der besonders gesicherten Psychiatrie in Moringen (Kreis Göttingen). Eine Kernfrage des Prozesses wird sein, ob der junge Mann bereits vor seiner Inhaftierung in der Türkei psychisch beeinträchtigt war.
 

Von Thomas Nagel

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