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WER LEITETE SIE AN? Safia S. stach im Februar im Hauptbahnhof einen Bundespolizisten nieder, zuvor chattete sie mit dem IS.

WER LEITETE SIE AN? Safia S. stach im Februar im Hauptbahnhof einen Bundespolizisten nieder, zuvor chattete sie mit dem IS.© Foto:Christian Elsner HAZ / NP

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Terrorismus

Safia S. - ihr Chat mit dem IS

Safia S. (15) suchte vor ihrem Attentat auf einen Bundespolizisten Kontakt und Rat beim IS. Nun fragen sich die Behörden: Wer ist der Chat-Partner mit dem Namen "Leyla".

Hannover. Sie wollten zu Märtyrern werden - doch wie sollten sie ihre Anschläge ausführen? Es ist eine Frage, die Safia S. und andere IS-Terroristen in Deutschland nicht alleine für sich beantwortet haben. Es sind Chat-Protokolle aufgetaucht, die belegen, dass etwa die deutsch-marrokanische Schülerin im Vorfeld zu ihrer Tat über einen Messenger-Dienst in Kontakt mit dem IS stand. Bevor sie am 26. Februar im Hauptbahnhof einen Bundespolizisten niederstach, soll sie bei einer IS-Kontaktperson Hilfe bei der Tatplanung gesucht haben. Ihr Coach habe sich ihr als „Leyla“ vorgestellt, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ). Er oder sie gab Safia S. demnach die Anweisung, einen Polizeibeamten in eine Ecke des Bahnhofs zu locken. Dann solle sie zustechen, ihm seine Waffe entwenden und schießen. Auf den Einwand von Safia S., dass sie nicht mit einer Pistole umgehen könne, habe „Leyla“ versprochen, ihr zu helfen. Dafür sollte ihr die Schülerin nur ein Foto der Bundespolizei-Standardwaffe schicken. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Safia S. schickte ihrem IS-Kontakt nur noch ein Bekennervideo, bevor sie am nächsten Tag ihr Attentat mit einem Messer ausführte. Wer hinter dem Pseudonym „Leyla“ steht, soll bislang noch unbekannt sein.

Offenbar gibt es noch mehr „ferngesteuerte“ Einzeltäter, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière es am Dienstag bei einer Pressekonferenz zur Festnahme von drei mutmaßlichen IS-Mitgliedern nannte. Dazu gehört auch der Attentäter von Ansbach, der bei einem Musikfestival eine Rucksackbombe zündete, 15 Menschen verletzte und selbst bei dem Anschlag starb. Vor seinem Anschlag schickte er laut SZ seinem Chat-Partner ein Foto des Festival-Platzes mit der Bemerkung „Dieser Platz wird voll von Leuten sein.“ Antwort: „Töte sie alle auf einer großen Fläche, dass sie am Boden liegen.“

Skurril mutet die Kommunikation zwischen einem IS-Instrukteur und Riaz Khan A. (17) an - dem Attentäter von Würzburg, der in einer Regionalbahn vier Menschen schwer verletzte und bei seiner Flucht erschossen wurde. Sein Chat-Partner fragte ihn: „Mit welchen Waffen beabsichtigst du zu töten?“ Rias Khan A.: „Messer und Axt sind bereitgelegt.“ Chat-Partner: „Bruder, wäre es nicht besser, es mit einem Auto durchzuführen?“ Riaz Khan A.: „Ich kann nicht Auto fahren.“ Chat-Partner: „Du solltest es lernen.“ Riaz Khan A. beendete diesen Chat so: „Ich möchte heute Nacht ins Paradies kommen.“


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