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Meine Stadt Säureattacke: War es ein Mordanschlag?
Hannover Meine Stadt Säureattacke: War es ein Mordanschlag?
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17:47 12.05.2016
Die 27-Jährige wurde von ihrem Ex-Freund mit Säure überschüttet. Quelle: Surrey
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Der Angeklagte hatte am 15. Februar um 5.30 Uhr seiner Ex aufgelauert. Sie weigerte sich, die Beziehung wieder aufzunehmen. Einen Tag zuvor hatte sie ihn wegen Stalkings angezeigt. Er forderte sie auf, die Anzeige zurückzunehmen. „Als sie auch das verweigerte, schüttete er völlig überraschend die Säure ins Gesicht“, sagt der Anwalt. Laut Anklage handelte es sich um einen Abflussreiniger, der zu 96 Prozent aus schwefelsäurehaltiger Substanz bestand.

Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus, weil der Angriff heimtückisch erfolgte und absolute Lebensgefahr bestanden habe. Denn gelangt die Säure in die Atemwege ins Gesicht und in den Mund, ist schnelle Hilfe geboten. Im Fall von Vanessa waren die Rettungskräfte innerhalb von vier Minuten vor Ort.

Das Opfer befinde sich derzeit in der Reha, sagt ihr Anwalt. Die Ärzte kämpften noch immer um die Sehkraft des linken Auges. Im Gesicht, Hals und Dekolleté habe sie Verätzungen dritten Grades erlitten. Daniel F. sitzt in U-Haft. Der Prozess beginnt im Sommer.

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