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Meine Stadt SEK-Einsatz nach Familienstreit
Hannover Meine Stadt SEK-Einsatz nach Familienstreit
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23:24 14.09.2010
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VON STEFAN FLEER UND SEBASTIAN SCHERER

HANNOVER. Die Röntgenstraße (List) ist abgesperrt, überall Polizisten. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) plant den Zugriff auf eine Einzimmerwohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses – darin hat sich ein 22-Jähriger verschanzt, der zuvor Mutter und Bruder (19) mit einer Pistole bedroht haben soll.

Der Mann hatte seinen Bruder bereits am Montagabend besucht, hieß es gestern von der Polizei.Er habe sich dann auch gestern in der Wohnung aufgehalten, Alkohol getrunken. Gegen Mittag sei er ein paar Stunden in der Stadt unterwegs gewesen, dann zurückgekehrt.

Am Nachmittag habe der 22-Jährige dann einen Anruf von seinem kleinen Bruder bekommen: Er komme mit seiner Mutter am späten Nachmittag vorbei, der Gast solle bitte aufräumen. Als der Jüngere und die Mutter dann am frühen Abend die Wohnung in der Röntgenstraße erreichten, kam es offenbar zum Streit. Der Betrunkene soll laut herumgeschrien, seine Familie mit einer Pistole bedroht und auch geschossen haben.

Die Mutter und ihr jüngerer Sohn flüchteten aus der Wohnung, alarmierten die Polizei.Nachbarn wollen zwei weitere Schüsse gehört haben. Weil die Polizei den 22-Jährigen, der als Soldat bei der Bundeswehr arbeiten soll, nicht erreichen konnte, wurde das Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzubeordert.

Die SEK-Beamten versuchten zunächst, den Randalierer mit Gesprächen davon zu überzeugen, sich zu stellen. Als er darauf nicht reagierte, betraten sie die Wohnung mit einem Schlüssel des Bruders – der stark alkoholisierte Mann lag auf dem Boden, wurde später von einem Arzt untersucht. Seine Waffe stellte sich schließlich als harmlose Schreckschusspistole heraus.

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