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Polizei

SEK-Einsatz in Vahrenwald

Nach einer Massenschlägerei in Ricklingen am vergangenen Samstag, bei der ein 28-Jähriger niedergestochen wurde, hat ein Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) Freitagfrüh uin Vahrenwald möglicherweise mehrere Täter festgenommen.

Hannover. Zwei Männer (57 und 37 Jahre) wurden bei der Aktion an der Pettenkoferstraße und an der Rosenbergstraße festgenommen. Sie stehen im Verdacht, den beiden Opfern bei der Schlägerei auf dem Schünemannplatz vergangenes Wochenende Stichverletzungen zugefügt zu haben. Vater und Sohn werden heute wegen Verdachts des versuchten Totschlags einem Haftrichter vorgeführt. Bei der Schlägerei in Ricklingen waren Dutzende am Schünemannplatz mit Schlag- und Stichwaffen aufeinander losgegangen.

Umfangreiche Ermittlungen führten die Beamten des Zentralen Kriminaldienstes schließlich auf die Spur der beiden Tatverdächtigen aus dem Libanon. Nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle beim Amtsgericht Hannover erwirkt hatte, durchsuchten heute Morgen Polizeibeamte - unterstützt durch ein Spezialeinsatzkommando - die Wohnungen der Männer im hannoverschen Stadtteil Vahrenwald.

Sie nahmen die beiden mit Haftbefehlen fest und stellten diverses Beweismaterial sicher. Beide werden heute zur Verkündung der Haftbefehle einem Haftrichter vorgeführt. Nach wie vor sind die genauen Hintergründe der Schlägerei unklar.

Die Ermittler versprechen sich nun insbesondere Aufschluss von einer Passagierin einer stadtauswärts in Richtung Wettbergen fahrende Stadtbahn der Linie 3, die am Samstagabend kurzfristig an der Kreuzung Ricklinger Stadtweg/Pfarrstraße stoppen musste. Zum einen weil ein Mercedes die Gleise blockierte und zum anderen, weil eine größere Personengruppe, die augenscheinlich in die körperliche Auseinandersetzung verstrickt war, den Schienenbereich überquerte. Nach Angaben des Stadtbahnfahrers hatte die Frau die Situation mit ihrem Handy gefilmt.

Die Polizei bittet Zeugen, die hierzu Hinweise geben können, sich mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 in Verbindung zu setzen. Insbesondere bittet sie die Frau aus der Linie 3, die bei dem Stopp Handyaufnahmen gemacht haben soll, sich bei der Kripo zu melden.


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