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Meine Stadt Rutschpartie in Üstra-Zügen ist bald zu Ende
Hannover Meine Stadt Rutschpartie in Üstra-Zügen ist bald zu Ende
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00:16 02.03.2017
NERVIG: Die Sitze in der neuen Bahn sind vielen zu rutschig und zu schmal.Fotos: Wallmüller Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Die Sitzschalen will das Unternehmen mit einem noppenähnlichen Belag versehen, zudem werden einige Sitze verbreitert.

Der Haken: Die rutschfeste Unterlage baut die Üstra erst ab dem 51. Wagen ein, da die ersten 50 Wagen bereits hergestellt sind. 41 aus dieser Serie sind bereits auf Hannovers Schienen unterwegs. Ob auch die ersten 50 Wagen nachgerüstet werden, klärt die Üstra nach Aussagen von Vorstandsmitglied Wilhelm Lindenberg zurzeit mit dem Hersteller.

Kritik an den Sitzen hatte es von Anfang an gegeben, die Zurückhaltung bei der Nachbesserung erklärt Sprecher Udo Iwannek so: „Wir wollten erst einmal abwarten, ob es sich um einen Gewöhnungsprozess handelt.“ Auch bei der Einführung des „Silberpfeils“ (TW 2000) Ende der 1990er Jahre hatte es Beschwerden gegeben, die sich dann aber nach etwa einem halben Jahr gelegt hätten. „Die Kritik ist jetzt aber nicht abgeflaut, deshalb bessern wir nach“, so Iwannek. Insgesamt seien nur 17 formale Beschwerden über das Kundencenter eingegangen. „Vieles lief jedoch über die sozialen Netzwerke.“

Weitere Änderungen neben der neuen Oberfläche: Pro Wagen werden acht Sitze um jeweils acht Zentimeter verbreitert - aus Platzgründen aber nur jeweils vier an den Fahrzeugköpfen. Dazu werden die Sitze um je zwei bis drei Zentimeter höher, um sie vor allem für ältere Straßenbahn-Kunden bequemer zu machen. Im Mehrzweckbereich (für Räder, Kinderwagen und Rollstühle etwa) wird die Klappbank durch vier Sitze ersetzt, die Haltestange bleibt für die Rollstuhlfahrer erhalten, wird aber etwa versetzt, damit sie anderen Reisenden nicht mehr im Rücken drückt.

Der TW 3000 fährt zurzeit auf den Linien 3, 4 und 7. Ab Dezember 2017 soll er auch auf der Linie 5 und ab 2020 auf der Linie 11 zum Einsatz kommen.

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