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Meine Stadt Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung: Neuer Chef
Hannover Meine Stadt Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung: Neuer Chef
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17:39 01.12.2017
WECHSEL AN DER SPITZE: Burkhard Huch (links) ist jetzt altershalber nicht mehr Vorstandsvorsitzender der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Sein Nachfolger ist Jürgen Seja, ehemals Finanzvorstand der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe. Die Geschäfte führt weiterhin Sabine Schopp. Quelle: Foto: Behrens
HANNOVER

Nicht nur ein Generationswechsel: Nach 35 Jahren als führender Kopf der hannoverschen Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung hat Burkhard Koch (75) jetzt Jürgen Seja (63) als seinen Nachfolger als Vorstandsvorsitzender präsentiert. Der „Neue“ muss sich gut um die rund 100 Millionen Euro Stiftungsvermögen kümmern – und sollte das als ehemaliger Finanzvorstand der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe auch können.

Huch war von Beginn an dabei, war von Klaus Bahlsen, einem Sproß der Keks-Dynastie, selbst geholt worden, um mit seinem Geld Gutes in seinem Sinne zu bewirken – das war 1982, im Gründungsjahr der Stiftung. Als der Stifter 1991 starb, hatte sich längst eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt, war Huch zum Testamentsvollstrecker ernannt worden. Mit umgerechnet 56 Millionen Euro war die Stiftung nach dem „Erbfall“ ausgestattet – heute ist es beinahe doppelt soviel, worauf der scheidende Vorsitzende stolz ist.

Bisher hat die Stiftung mit 34 Millionen Euro aus ihren Erträgen Projekte gefördert oder ganz auf die Beine gestellt. Schwerpunkt ist Niedersachsen (hierhin flossen 26 Millionen Euro), im Mittelpunkt steht Hannover (bekam davon 18 Millionen Euro ab). Das soll so bleiben, versichert Seja: „Hannover liegt uns am Herzen!“ Einige geförderte Projekte in der Stadt: Rathaus-Brunnen (450 000 Euro), Info-Pavillon Herrenhausen (650 000 Euro), Ernährungsprojekt „iss dich fit“ für Kitas (1,7 Millionen Euro), Alten- und Pflegeheim „Klaus-Bahlsen-Haus“ (5,3 Millionen Euro) oder das Studentenwohnheim „Klaus Bahlsen“ (2,3 Millionen Euro).

Dass Huch, der einst auch Professor an der TU Braunschweig war und dort Betriebswirtschaft lehrte, jetzt geht, steht in der Satzung: Mit der nächsten Vorstandssitzung nach dem 75. Geburtstag ist Schluss mit dem Ehrenamt. „Wenn es diese Regel nicht gäbe, wäre es mir sicher schwerer gefallen“, sagt Huch – und er tröstet sich damit, dass es nicht alle schaffen, freiwillig zu gehen, „wenn es (fast noch) am Schönsten ist“. Zudem ist es ja nur der letzte Schritt von zweien: schon vor fünf Jahren gab er das Amt des (bezahlten) Geschäftsführers ab – seither kümmert sich Sabine Schopp (47, auch im Vorstand) um das tatsächliche Geschäft.

Von Ralph Hübner

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