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Meine Stadt Rotterdam baut die Welle schon
Hannover Meine Stadt Rotterdam baut die Welle schon
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00:25 23.08.2014
Quelle: Madsack Supplement GmbH
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Hannover

Surfen mitten in der Innenstadt? Für manche ist das immer noch vor allem eine verrückte Idee. Eine, die in Rotterdam jedoch schon bald Realität sein wird. Noch in diesem Monat ist in der westholländischen Hafenstadt Baustart für das Projekt „RiF010“, ein 50 Meter langes Becken, in dem durch einen Generator bis zu 1,50 Meter hohe Wellen erzeugt werden sollen. Das ambitionierte Vorhaben hat auch für Hannover eine Vorbildfunktion.

Auch hier soll es eine zentral in der Stadt gelegene Surfanlage geben. Die Macher der „Leinewelle“ wollen das Surfen direkt am Leinewehr vor dem Landtag möglich machen. „Rotterdam zeigt, dass so etwas geht, wenn man es will“, sagt Heiko Heybey, einer der Initiatoren des hannoverschen Wellenprojektes. Er zeigt sich beeindruckt von der Zielstrebigkeit, mit der das Vorhaben in Rotterdam auf den Weg gebracht wurde. „Denen scheint das richtig etwas wert zu sein. Die haben die Chancen so einer Anlage erkannt“, sagt Heybey.

Dreieinhalb Millionen Euro investiert die holländische Kommune in das Surfprojekt, das in einem Kanal in der Nähe des Maritimen Museums umgesetzt werden soll. Zudem will die Stadt sogar die jährlich anfallenden Betriebskosten übernehmen. Die sind nicht unerheblich. Denn die Welle in Rotterdam wird - wie im Meer - eine rollende sein. Und die benötigt immer wieder Impulse durch den elektrisch betriebenen Generator.

Die Welle am Landtag in Hannover soll hingegen eine stehende sein. Sie entsteht durch die Kraft des das Leinewehr herunterfließenden Wassers, das am Boden auf eine speziell geformte Kante trifft. „Deshalb würden sich bei uns die Betriebskosten absolut in Grenzen halten“, sagt Heybey, der - wie auch in Rotterdam geplant - das Surfen kostenlos anbieten will. Er kalkuliert mit Baukosten von 1,8 Millionen Euro.

Allerdings sind noch viele Hürden zu nehmen. Im Juni haben Heybey und sein Team der Stadt eine Machbarkeitsstudie übergeben. Gespräche mit den zuständigen Behörden laufen. Mit Ergebnissen ist aber wohl erst gegen Jahresende zu rechnen.

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