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Meine Stadt Rote Karte für Ultra von „Komplott Hannovera“
Hannover Meine Stadt Rote Karte für Ultra von „Komplott Hannovera“
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00:16 28.07.2016
Rote Karte: Mindestens 39 Hannover-96-Problemfans dürfen in der neuen Saison nicht ins Stadion.
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Hannover

Im Fall eines weiteren Hannoveraners (31) entschied gestern das Verwaltungsgericht, dass auch bei ihm die rote Karte der Polizei rechtens ist: Die Beamten sehen in ihm „eine Führungsfigur der Ultra-Gruppierung ,Komplott Hannovera‘“. Er ist „mehrfach im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen angetroffen und identifiziert worden“.

Seit Jahresbeginn hat die Polizei 45 Aufenthaltsverbote für die kommende Spielzeit an mutmaßliche Randalierer verschickt, die zuletzt immer wieder bei Ausschreitungen aufgefallen waren (NP berichtete). 39 der Maßnahmen sind nach NP-Informationen rechtskräftig. Neben dem 31-jährigen Ultra von „Komplott Hannovera“ beschweren sich aktuell fünf weitere vermeintliche Störer aus der Fanszene über die Verbannung. Die gilt rund um die HDI-Arena und an Spieltagen auch für die City, das Beeke- und das Eilenriedestadion. Auch bei den Begegnungen der 96-Amateure bleiben die Chaoten draußen.

Bei dem 31-Jährigen folgte das 
Gericht der Einschätzung der Polizei. Diese rechtfertige die Annahme, der Hannoveraner könnte bei Heimspielen Straftaten begehen. Er war 2015 dreimal bei Auschreitungen in Frankfurt, Hannover und Mönchengladbach von Beamten registriert worden. Bei letzterem Vorfall im November sei eine Drittort-Auseinandersetzung (Treffen rivalisierender Gruppen an einem anderen Ort abseits des Stadions) geplant gewesen. Zudem ist er im Zusammenhang mit dem Braunschweig-Derby im November 2013 bekannt. Da zählte er zu einer Gruppe, die vor dem Spiel die HDI-Arena vor Störaktionen von Eintracht-Anhängern schützen wollte. Dabei sei eine Zivilstreife gewaltsam angehalten und kontrolliert worden. Der 31-Jährige kann nun vor das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ziehen.

Britta Mahrholz

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