Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Roboterfabrik in Hannover eröffnet
Hannover Meine Stadt Roboterfabrik in Hannover eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 27.10.2017
DIE WOLLEN NICHT NUR SPIELEN: Nachwuchs hantiert im Untergeschoss der Roboterfabrik mit Lego-Roboter-Systemen.
HANNOVER

Roboter sind die Zukunft – daran zumindest glauben alle, die sich für die jetzt auf dem Campus der Leibniz-Universität eröffnete Roboterfabrik engagieren. Dahinter steckt die Idee, der jungen Generation möglichst von der Schule bis zur Ausbildung in der Lehre oder an der Hochschule die Thematik zu vermitteln – und so „Robonatives“ zu gewinnen. Menschen also, für die der Umgang mit „Kollege Maschine“ selbstverständlich ist. Die Vermittlung technischer Grundlagen alleine soll es nicht sein – das Konzept will mehr: Teamwork, Zeitmanagement, Kreativität sollen gefördert werden, ebenso das Interesse überhaupt an den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

Für Uni-Präsident Volker Epping ist die neue Einrichtung ein „Leuchtturmprojekt – das gibt es sonst nirgends!“ Das sieht auch die Region Hannover so und fördert die ersten fünf Jahre mit insgesamt 600 000 Euro. Das ist ganz im Sinne von Ulf-Birger Franz, der als Wirtschaftsdezernent der Regionsverwaltung die Idee zur Roboterfabrik vor gut zwei Jahren mit entwickelt hat. Sein Dezernat stellt dabei weitere 400 000 Euro bereit, sagte er der NP, um in den kommenden zwei Jahren drei Gründerteams zu fördern, die sich im Bereich Robotik versuchen.

Initiator des Konzepts ist Sami Haddadin. Sein Anspruch ist es, abgesehen von der Wissensvermittlung, „mit der Roboterfabrik die Gesellschaft über den Nutzen der Robotik und der Künstlichen Intelligenz aufzuklären und Hemmschwellen abzubauen.“ Das hannoversche Konzept soll auch an anderen Standorten umgesetzt werden – da trift es sich gut, dass der Initiator demnächst als Professor nicht mehr an der Leibniz-Uni, sondern in München tätig sein wird. Dass man hier in Hannover gut im Thema ist, scheint klar: Immerhin ist die hier entwickelte Robotertechnik – die den Maschinen etwa den Tastsinn beibrachte – von einem bedeutenden Wissenschaftsmagazin (Popular Science) zu einer der elf bedeutendsten Erfindungen dieses Jahres erklärt worden.

Ministerpräsident Stephan Weil ließ sich während der Eröffnungsfeier nicht nur zeigen, wie weit es schon damit steht, einem Roboter so etwas wie „Feinfühligkeit“ beizubringen, wie die Maschine ähnlich lernt wie ein Kleinkind, das Klötzchen durch Formen stecken will oder wie körpernah eine Roboterprothese dem verlorenen Arm kommen kann. Weil gab der Zuhörerschaft auch mit auf den Weg, nie aus den Augen zu lassen, „dass das Rangverhältnis Mensch – Maschine erhalten bleibt“. Wo es lang geht, sollte also letztlich immer noch der Mensch bestimmen, möge die künstliche Intelligenz noch so weit gediehen sein, erklärte Haddadin sein Roboter-Credo: „Für den Menschen, am Menschen!“

Die Roboterfabrik soll mit den Schulen der Region zusammenarbeiten – so, wie es das Projekt Roberta Regiozentrum Hannover schon seit Jahren macht – weshalb es jetzt ein wesentlicher Teil der Roboterfabrik geworden ist.

Von RALPH HÜBNER

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Fast 100 Jahre lagerte das Skelett einer jungen Aborigine in den Archiven des Landesmuseums. Nach der anthropologischen Bestimmung ihrer ethnischen Herkunft hat nun die Rückführung der sterblichen Überreste nach Australien begonnen.

24.10.2017

Die Polizei ermittelt in zwei Fällen wegen Raubes und sucht Zeugen! Sowohl am Aegi als auch am Kröpcke hat ein bislang unbekannter Täter am Montagabend, 23 Oktober, zwischen 22.20 und 22.40 Uhr, versucht, Handys zu rauben. Beide Male ist der Räuber schlussendlich leer ausgegangen.

24.10.2017

Die Polizei hat am Dienstagvormittag eine weibliche Leiche aus dem Maschsee in der Nähe der Bootshäuser des Ruderclubs aus dem Wasser geborgen. Am Abend konnte die Frau identifiziert werden: Es handelt sich um eine 63-jährige Hannoveranerin.

25.10.2017