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Meine Stadt Hannover: Robo-Cup an der Leibniz-Uni
Hannover Meine Stadt Hannover: Robo-Cup an der Leibniz-Uni
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21:03 05.03.2018
GEWUSELE IM LICHTHOF: Am Rande wird wettkampfmäßig programmiert, werden Roboter aufgebaut. Mittendrin müssen Teams mit ihren Robotern Aufgaben lösen.  Quelle: Fotos: Körner
Hannover

 Das ist dieser Tage richtig Leben im Lichthof der Leibniz-Uni – und zwar von menschlichen Wesen, die dem Alter nach üblicherweise vom Studium noch ein gutes Stück entfernt sind. Denn hier messen sich noch bis morgen etwa 370 Schüler aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt und Bremen (und gar von der Deutschen Schule in Lissabon) beim siebten „RoboCup“. Wer hier in seiner Disziplin die Aufgaben am besten löst, darf mit seinem selbstgebauten und programmierten Roboter zur deutschen Meisterschaft „RoboCup GermanOpen“ Ende April nach Magedburg.

Einer der Titelverteidiger ist das Team von Adrian Fehse (16), Felix Golke (15) und Luis Ruschmeyer (15). Die Schüler der Goetheschule Hannover (zählt zum Veranstalterkreis) haben sich ein Roboterfahrzeug gebaut, das neben dem beliebten, man könnte sagen „Bastel-Basis-Computer“ vom Typ Arduino AT-Mega 2560 auch mit vielen Holzbauteilen bestückt ist. Die Aufgabe in ihrem Wettbewerb lautet: nach einem Erdbeben gibt es Verletzte und Tote in dem Katastrophengebiet – Bergungsauftrag. Das ganze spielt sich auf einer vorgegebene Rechteck ab, mit Hindernissen und Rampen, die Opfer sind weiße (lebend) und schwarze (tot) Bälle. Die müssen „in eine sichere Zone gebracht werden“ erklärt Fehse. Und ihr Robo-Mobil ist so programmiert, dass es „autonom“ auf dem Parkour unterwegs ist, also nicht etwa ferngesteuert fährt. Es kann Linien auf dem Boden folgen, Hindernisse umfahren – und die Bälle einsammeln. Wobei zu beachten ist: erst die Lebenden bergen – die schwarzen Bälle sollen möglichst erstmal bleiben, wo sie sind. Es geht laut den Veranstaltern „um Schnelligkeit, intelligente Sensoren und leistungsfähige Antriebe“ – Kompetenzen, die man in der digitalen Welt gut brauchen kann. „Wir arbeiten daran seit zwei Jahren, so etwa 10 bis 15 Stunden pro Woche“, erläutert Fehse den Aufwand ihres Teams.

Von Ralph Hübner

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