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Meine Stadt Risikovorsorge bringt Nord/LB in rote Zahlen
Hannover Meine Stadt Risikovorsorge bringt Nord/LB in rote Zahlen
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16:20 29.04.2010
Die Nord/LB in Hannover.
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Hannover. Um angesichts der konjunkturellen Risiken möglichen künftigen Schäden vorzubeugen, stockte die Bank ihre Vorsorge von 266 Millionen auf über eine Milliarde Euro auf. Die Bank legte am Donnerstag in Hannover ihre Bilanz vor.

Die Nord/LB war bisher trotz hoher Abschreibungen ohne größere Verluste durch die Finanzkrise gekommen. Im vergangenen Jahr fiel das Vorsteuerergebnis auf minus 92 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb 2009 ein Verlust von 141 Millionen Euro. 2008 hatte die Nord/LB noch Gewinn gemacht, das Konzernergebnis hatte sich aber bereits auf 151 Millionen Euro halbiert.

„Die Risikovorsorge ist ein Stoßdämpfer für die schwierige Wegstrecke, die noch vor uns liegt“, sagte Vorstandschef Gunter Dunkel bei der Vorstellung der Zahlen. Zu den Geschäftsbereichen, die die Vorsorge belasten, gehört mit 320 Millionen Euro unter anderem die Schiffsfinanzierung. Der Bereich müsse sich derzeit in einem besonders widrigen Umfeld behaupten, sei aber nach wie vor profitabel.

Zudem hätte die Bank Belastungen von 134 Millionen Euro durch einen Betrugsfall beim Schweizer Tochterunternehmen Skandifinanz Bank bewältigen müssen. Sie war bei Exportfinanzierungsgeschäften um einen hohen Millionenbetrag geprellt worden - zwei Geschäftsführer eines Unternehmens sollen dabei falsche Angaben gemacht haben.

Dunkel sagte, der Verlust sei “ärgerlich“, aber die Nord/LB könne ihn aus eigener Kraft bewältigen. „Die starken Erträge zeigen uns, dass unser Kurs stimmt.“ Das operative Ergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung war von 538 auf über eine Milliarde Euro gestiegen.

Für das Jahr 2010 zeigte sich der Vorstandschef „vorsichtig optimistisch“. Eine leichte Erholung an den Kreditmärkten sei zwar bereits spürbar, Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden. Die Aussichten seien schwer abzuschätzen, sagte er. Ein Niveau wie vor der Krise werde es aber in „vorhersehbarer Zukunft“ nicht geben. dpa

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